Herwegh (Georg)


Achtzehnhundert vierzig und acht

Achtzehnhundert vierzig und acht, Als im Lenze das Eis gekracht, Tage des Februar, Tage des Märzen, Waren es nicht Proletarierherzen, Die voll Hoffnung zuerst erwacht Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert vierzig und acht, Als du dich lange genug bedacht, Mutter Germania, glücklich verpreußte, Waren es nicht Proletarierfäuste, Die sich ans Werk der Befreiung gemacht Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert vierzig

Freiheitslieder | Liederzeit: | 2006


Bet und Arbeit ruft die Welt

Bet und arbeit! ruft die Welt Bete kurz! denn Zeit ist Geld An die Türe pocht die Not – Bete kurz! denn Zeit ist Brot Und du ackerst, und du säst, Und du nietest, und du nähst, Und du hämmerst, und du spinnst – Sag, o Volk, was du gewinnst! Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht Schürfst im Erz- und

Arbeiterlieder | Liederzeit: , | | 1863


Deutschland auf weichem Pfühle

Deutschland – auf weichem Pfühle mach dir den Kopf nicht schwer! Im irdischen Gewühle schlafe, was willst du mehr? Laß jede Freiheit dir rauben, setze dich nicht zur Wehr, du behältst ja den christlichen Glauben: Schlafe, was willst du mehr? Und ob man dir alles verböte, doch gräme dich nicht zu sehr, du hast ja Schiller und Goethe: Schlafe, was

Freiheitslieder | Liederzeit: | | 1849


Die bange Nacht ist nun herum (Reiterlied)

Die bange Nacht ist nun herum wir reiten still, wir reiten stumm, und reiten ins Verderben! Wie weht so scharf der Morgenwind! Frau Wirtin, noch ein Glas geschwind vor´m Sterben! Du junges Gras, was stehst du grün musst bald wie lauter Röslein blühn, mein Blut ja soll dich färben. Den ersten Schluck, ans Schwert die Hand! den trink ich für

Freiheitslieder | Soldatenlieder | Liederzeit: | 1842


Die ihr voll Mut zu schleudern euch nicht scheutet

Die ihr voll Mut zu schleudern euch nicht scheutet Ein blitzend Wort in unsers Lebens Schwüle, O Glück, wenn ihr euch auf dem Sterbepfühle Vom Neid zerstückter Kränze noch erfreutet Wie haben Ruhm in Scheffeln sich erbeutet, Die ruhig trabten ihren Weg zur Mühle Und immer hübsch die trunkensten Gefühle Gleich tauben Blüten aus dem Korn gereutet! Brauch deine Hand,

Gedichte | Liederzeit: | 1841


Frisch auf mein Volk mit Trommelschlag

Frisch auf mein Volk mit Trommelschlag im Zorneswetterschein! O wag es doch nur einen Tag nur einen frei zu sein! Und ob der Sieg vor Sternenlicht dem Feinde noch gehört Nur einen Tag! Es rechnet nicht ein Herz, das sich empört O wart in deiner tiefen Not Auf keinen Ehebund Wer liebt, der gehet in den Tod Für eine Schäferstund

Freiheitslieder | Liederzeit: , | 1845


Germania mir graut vor dir

Germania, der Sieg ist dein! Die Fahnen wehn, die Glocken klingen, Elsaß ist dein und Lotharingen Du sprichst: »Jetzt muß der Bau gelingen Bald holen wir den letzten Stein Gestützt auf deines Schwertes Knauf Lobst du in frommen Telegrammen Den Herrn, von dem die Herren stammen Und aus Zerstörung, Tod und Flammen Steigt heiß dein Dank zum Himmel auf Nach

Deutschlandlieder | Lieder gegen den Krieg | Liederzeit: | , | 1871


Ich bin ein freier Mann und singe (Leicht Gepäck)

Ich bin ein freier Mann und singe mich wohl in keine Fürstengruft und alles, was ich mir erringe ist Gottes liebe Himmelsluft Ich habe keine stolze Feste, von der man Länder übersieht ich wohn ein Vogel nur im Neste Mein ganzer Reichtum ist mein Lied Ich durfte nur, wie andre, wollen, Und wär nicht leer davongeeilt, Wenn jährlich man im

Freiheitslieder | Liederzeit: , | | 1841


Ich habe nun ein freies Land gefunden (Aus der Schweiz)

Ich habe nun ein freies Land gefunden; Doch nirgends wird auf Rosen uns gebettet, Und ist der Leib nicht eben angekettet, Bleibt ewig uns die Seele doch gebunden. Ich fühl es heiß in meinen schönsten Stunden: Es hat mein grollend Herz zu viel verwettet, Ich habe nur die Liebe mir gerettet, Der Haß ist an der Grenze längst entschwunden O

Auswandererlieder | Gedichte | Liederzeit: | 1841


Komm mein Mädchen in die Berge (Einladung)

Komm, mein Mädchen, in die Berge Wo der Himmel tiefer blaut Und das stille Volk der Zwerge Uns kristallne Schlösser baut Wo der Liebe morgenhellen Traum kein Schleicherohr belauscht Und: Triumph! von tausend Quellen Der vereinte Donner rauscht Wie entfremdet ist die Erde Wie entweiht ihr Element Seit der Mensch mit Angstgebärde Nur nach Schattenbildern rennt Wieviel Staub auf allen

Liebeslieder | Liederzeit: | | 1845