Arbeiterlieder

Als Ihr in euerm finstern Hasse (In Reih und Glied)

Als Ihr in euerm finstern Hasse das drohende Gesetz erdacht daß uns zu Deutschen zweiter Klasse mit einem Federstrich gemacht da ward gefühlt und eingesehen von Allen ohne Unterschied „Wir können hier nur widerstehen in Reih und Glied!“ Wir liessen schweigend uns verdammen verstoßen uns vom Vaterland und schweigend rückten wir zusammen bis Schulter man an Schulter stand an Spree

Liederzeit: | 1890


Als Opfer seid Ihr gefallen im Kampf (Trauermarsch russischer Revolutionäre)

Als Opfer seid Ihr gefallen im Kampf In heiliger Liebe zum Volke Ihr gabt Euer Alles hin für das Volk Und Leben und Glück und Freiheit Gelitten habt Ihr in Kerkers Gruft Die Richter, die Henker sprachen zuweilen Das furchtbare Urteil aus Und weiter klirrten die Ketten In Prunktvollen Räumen schmaust der Despot Die Unrast im Weine ersaufend Doch drohende

Liederzeit: | 1921


Am Montag fängt die Woche an (Parodie)

Am Montag fängt die Woche an am Montag ruht der brave Mann. Das taten unsere Ahnen schon, wir halten streng auf Tradition. Am Dienstag hält man mit sich Rat, man sammelt Mut und Kraft und Tat bevor man anfängt, eins-zwei-drei bumms, ist der Dienstag schon vorbei. Am Mittwoch fasst man den Entschuss, bestimmt, es soll, es wird, es muss, mag

Liederzeit: | 1900


Arbeiter all erwacht (um 1890)

Arbeiter all erwacht Es bricht durch dunkle Nacht der Freiheit Sonn´ Reich dir, du vierter Stand treulich die Bruderhand ringsum im deutschen Land dem Feind zum Hohn Warum noch zögerst du? Was hält in träger Ruh dich noch zurück? Stehst du vor Schrecken bleich? Fürchtest wohl gar du feig daß nimmer von dir weich dein schwer Geschick? Hoffst du auch

Liederzeit: | | 1890


Arbeiterinnen

Von der gleichen Mühe stets umgeben gehen die Tage grau an mir vorbei Nennt´s wie ihr wollt, nur nennt´s nicht Leben dieses stumpfige, öde Einerlei Schon in meine frühen Mädchenträume kreischte Rädersurren, schrill und laut Wände staub- und lärmerfüllter Räume haben meinem Welken zugeschaut Die Maschine hier, davor ich stehe war ich lange vor dem Mann vermählt Was zerbrach in

Liederzeit: | | 1929


Arbeiterlieder sind Weltkulturerbe

Seit Ende 2015 steht das deutsche Arbeiterlied auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes als schützenswertes Kulturgut im Sinne der UNESCO, ebenso wie die Deutsche Brotkultur oder die Reetdachdeckerei. Eine Initiative um die Liedermacher Bernd Köhler (Schlauch) und Jürgen Hetscher haben einen Antrag an die deutsche Kultusministerkonferenz gestellt, die hat den Antrag unterstützt und weitergereicht an die UNESCO. Dazu ein Interview mit

| 2019


Arbeitsmann du lebst in Not

Arbeitsmann Du lebst in Not Dich begleitet Elend und Tod Bürger prassen in Wein und Sekt Wart nicht erst bis du verreckt Graue Kolonnen rücken an Proleten, Proleten, Mann an Mann Entscheidung gefällt, eh’ es zu spät Links, links, links Prolet Rotes Russland, Du gabst Signal Todfeind bist dem Kapital Rote Fahne ist Dein Panier Rotes Russland, wir folgen Dir

Liederzeit: | 1930


Auf Brüder auf hervor mit Macht

Auf Brüder auf! Hervor mit Macht das Volk, es ist vom Schlaf erwacht ein Volk, ein Heer, ein Wetterschlag nun kommt der Freiheit großer Tag Nun soll die Arbeit siegen! Die rote Fahne pflanzt nun auf aus dunkler Nacht zum Licht hinauf O Glanz, o Sieg! O helle Ruhmesbahn! O Glanz, o Sieg! Auf, freies Volk voran! Auf, Brüder, mutig

Liederzeit: | 1900


Auf den Auen Englands (Zum Tode von Karl Marx)

Auf den Auen Englands brüten Nebelschleier feucht und kühl gleich den Tagen in der Fremde, gleich den Tagen im Exil wie des Weltmeers gischtgekrönte Wogen stürmend vorwärtsstreben also durch die Weltenpforte London strömt das Völker Leben Dem Geräusch der Millionen ferner, dem Geräusch der Welt schläft ein unbezwung´ner Kämpfer, schläft ein echter Sonnenheld der der Wahrheit Banner treulich hat sein

Liederzeit: | 2008


Auf Gesellen froh und munter

Auf Gesellen froh und munter schenkt die Gläser voller Wein denn unser Handwerk geht niemals unter lustige Zimmerleute wollen wir sein Meister gib uns die Papiere Meister gib uns unser Geld die schönen Mädchen , die sind uns lieber als die Schafferei auf dieser Welt Denn wir brauchen´s keinen Kaiser und wir brauchen´s keinen Gott Denn der Krieg war nur

Liederzeit: | 1918



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Arbeiterlieder – Mehr als 150 Lieder der Arbeiter, des Proletariats. Von der „Internationalen“, „Bet und Arbeit“, der „Marseillaise“ und anderen Kampfliedern der Arbeiterklasse – Arbeiterlieder
-> siehe zum Unterschied auch Arbeits- und Handwerkerlieder