Zu Frankfurt an dem Maine hab ich ein Mädchen lieb

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Zu Frankfurt an dem Maine
hab ich ein Mädchen lieb
sie schickt mir alle Frühmorgen
den Kaffee und ein Brief
ja ja vidi ralalala, juchheirassasa!
Sie schickt mir alle Frühmorgen
den Kaffee und ein Brief

Den Brief Hab ich erhalten
Den Kaffee aber nicht
Darinnen stand geschrieben
Der Winter ist vor der Tür

Der Winter ist gekommen
Die Meister werden stolz
Sie sprechen zu ihren Gesellen:
Geht hinaus und spaltet das Holz!

Spalt ihr es nicht zu dicke
Spalt‘ ihr es nicht zu fein
So sollt ihr diesen Winter
Meine besten Gesellen sein

Das Frühjahr ist gekommen
Gesellen werden frisch
Sie nehmen Stock und Ranzen
Und schlagen auf den Tisch

„Ach Meister, wir wollen abrechnen
Es ist die höchste Zeit
Ihr habt uns diesen Winter
Mit Sauerkraut gespeist.'“

Gesellen, wollt ihr bleiben
Zwölf Taler zahl ich euch!
Die Hälfte gebt mir wieder
Das andre behaltet für euch!

Ist euch mein Brot zu harte
So laßts euch backen weich
Ist euch mein Bett zu harte
So schlaft bei meinem Weib.‘

Bei Meisters Weib zu schlafen
Ist kein Gesellen-Brauch
Viel lieber bei der Tochter
Das ist Gesellen Brauch.

Text und Musik: Verfasser unbekannt
aus Bettenhausen in der Wetterau
in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1618 Der Gesellen Übermut“)

Sehr verbreitetes Lied. Gedruckt bei Erlach 2, 596. — Kretzschmer I. 201. — Hoffmann , Schlesische Volkslieder S. 240 — Simrock Nr. 277. — Meinert S. 148. — Meier 170. — Peter S. 921. — Fiedler 190.  — Schade, Handwerkslieder S, 214. —  O. Böckel Nr. III, mit dem Anfange: „Frisch auf, ihr deutschen Brüder“

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1842)

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Zweite Melodie zu "Zu Frankfurt an dem Maine hab ich ein Mädchen lieb"

Zweite Melodie zu
Andere Lesart der Melodie: aus Nauheim bei Limburg und dem Dillkreise, 1885