Warum sind der Tränen unterm Mond so viel

Warum sind der Tränen

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Warum sind der Tränen unterm Mond so viel
Und so manches Sehnen Das nicht laut sein will
Nicht doch liebe Brüder Ist dies unser Mut
Schlagt den Kummer nieder Es wird alles gut

Aufgeschaut mit Freuden Himmelauf zum Herrn
Seiner Kinder Leiden Sieht er gar nicht gern
Er will gern erfreuen Und erfreut so sehr
Seine Hände streuen Segens gnug umher

Nur dies schwach Gemüte Trägt nicht jedes Glück
Stösst die reine Güte Selbst von sich zurück
Wie’s nun ist auf Erden Also sollt’s nicht sein
Lasst uns besser werden Gleich wird’s besser sein

Der ist bis zum Grabe Wohl beraten hie
Welchem Gott die Gabe Des Vertraun’s verlieh
Dem macht das Getümmel Dieser Welt nicht heiss
Wer getrost zum Himmel aufzuschauen weiss

Sind wir nicht vom Schlummer immer noch erwacht
Leben und sein Kummer Dauert nur Eine Nacht
Diese Nacht entfliehet Und der Tag bricht an
Eh man sich’s versiehet Dann ist’s wohlgetan

Text: Christian Adolph Overbeck (1781)
Musik: Johann Abraham Peter Schulz


Liederthema: Geistliche Lieder
Liederzeit: , (1794)
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Anmerkungen zu "Warum sind der Tränen unterm Mond so viel"

Dieses Lied findet sich zuerst gedruckt vor in dem zu Hamburg erschienenen Musenalmanach 1781 Herausgegeben von Voß und Goekingk 12 (S 77 bis 79). In verbesserter Gestalt mit Auslassung der letzten 6 Strophe ließ es Overbeck in seiner zu Lübeck und Leipzig im 1794 herausgekommenen „Sammlung vermischter Gedichte“ 8 wieder abdrucken. Die durch ganz Deutschland verbreitete allgemein beliebte Melodie steht auf S. 31 des 1 Teils von J.A.P. Schulzens „Liedern im Volkston“ 2te verbesserte Auflage. Sehr verbreitet war ein Gegenstück „Darum sind der Tränen“ von Sinapius ()

Erste Fassung von 1781:

Warum sind der Tränen unterm Mond so viel
und so manches Sehnen, das nicht laut sein will?
Nicht doch, liebe Brüder ist das unser Mut?
Schlagt den Kummer nieder, es wird alles gut

Aufgeschaut mit Freuden, himmelauf zum Herrn!
Seiner Kinder Leiden sieht er gar nicht gern.
Er will gern erfreuen, und erfreut so sehr.
Seine Hände streuen Segens g´nug umher

Nur dies schwach Gemüte trägt nicht jedes Glück
stößt die reine Güte selbst von sich zurück
Wie´s nun ist auf Erden also sollt´s nicht sein
lasst uns besser werden gleich wird´s besser sein

Der ist bis zum Grabe wohlberaten hie,
welchem Gott die Gabe des des Vertrauens lieh
Den macht das Getümmel dieser Welt nicht heiß,
wer getrost zum Himmel aufzuschauen weiß.

Sind wir nicht vom Schlummer immer noch erwacht?
Leben und sein Kummer dauert nur eine Nacht
Diese Nacht entfliehet und der Tag bricht an
eh man´s sich versiehet dann ist´s wohlgetan

Wer nur diesem Tage ruhig harren will,
kommt mit seiner Plage ganz gewiß ans Ziel
Endlich ist’s errungen, endlich sind wir da,
droben wird gesungen ein Viktoria

"Warum sind der Tränen unterm Mond so viel" in diesen Liederbüchern

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