Bremer Stadtmusikanten

Schätzchen meiner Seele

Schätzchen meiner Seele
bald verlaß ich dich
und du bleibst mir ewig
unveränderlich

Hier auf dieser Stelle
schwör ich Schätzchen dir
und du tust desgleichen
einen Schwur zu mir

Diesen Schwur zu halten
das sei unsre Pflicht
gegen die stolzen Franzosen
Mädchen weine nicht

Mädchen laß dein Weinen
weil ich scheiden muß
komm in meine Arme
nimm den Abschiedskuß

Den Abschiedskuß zu nehmen
fällt mir ja so schwer
Schätzchen liebes Schätzchen
wir sehen uns nicht mehr

Da oben auf hohem Berge
stehn so viele Kanon
da bleibt ja keiner verschonet
der Tod ist unser Lohn

Verfasser: Karl Wilhelm Kolbe ( Vermischte Gedichte , 1792 , S. 67).
laut Hoffmann von Fallersleben in: Unsere volkstümlichen Lieder (1859).
H.v.F. sagt, das Lied sei sehr verbreitet gewesen und in den Kriegsjahren 1805-1815 völlig umgedichtet worden.

zuerst (?) bei bei Hoffmann von Fallersleben und Richter : Schlesische Volkslieder (1842) – Dort fehlt die hier aufgezeichnete 5. Strophe, die sechste Strophe lautet:
„So mancher Vater und Mutter / weint um ihren Sohn /
er ist schon längst erschossen / im Grabe ruht er schon“

u.a. in: Schlesische Volkslieder (1842) — Schwäbische Volkslieder (1855) — Volkslieder aus dem Erzgebirge (1883) – Elsässische Volkslieder (1884 , Mündel ) — Lewalter : Deutsche Volkslieder (1896)

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Liederthema: Soldatenlieder
Liederzeit: (1813)
Schlagwort: | |
Region: ,




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