Liedermacher: Methfessel


Bemooster Bursche zieh ich aus

Bemooster Bursche zieh´ ich aus behüt dich Gott, Philisterhaus! Zur alten Heimat geh´ ich ein muss selber nun Philister sein Fahrt wohl, ihr Strassen, grad und krumm ich zieh‘ nicht mehr in euch herum, durchtön euch nicht mehr mit Gesang mit Lärm nicht mehr und Sporenklang. Was wollt ihr Kneipen all von mir? Mein Bleiben ist nicht mehr allhier. Winkt

Studentenlieder | Wanderlieder | Liederzeit: | 1814


Dem Turner ward das schönste Ziel

Dem Turner ward das schönste Ziel ein Leben voller Kraft ein hoher Sinn, ein froh Gefühl das reger Trieb ihm schafft Das Leben gibt ihm Tätigkit und diese Luft und Mut in munterm Treiben fließt die Zeit und froh und leicht sein Blut juchhei, juchhe! Heida, juchhe! Süß ist sein Schlummer jede Nacht gestärket wacht er auf und nimmt was

Turnerlieder | Liederzeit: | 1818


Der Gott der Eisen wachsen ließ

Der Gott, der Eisen wachsen ließ der wollte keine Knechte, drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in seine Rechte; drum gab er ihm den kühnen Mut den Zorn der freien Rede, daß er bestände bis aufs Blut bis in den Tod die Fehde So wollen wir, was Gott gewollt mit rechter Treue halten und nimmer im Tyrannensold

Deutschlandlieder | Liederzeit: | 1812


Der Knabe Robert fest und wert

Der Knabe Robert fest und wert hält in der Hand ein blankes Schwert Er legt das Schwert auf den Altar und schwört beim Himmel treu und wahr Ich schwöre dir, o Vaterland mit blankem Schwert in fester Hand An des Altares heil´gem Schrein bis in den Tod dir treu zu sein Ich schwöre dir, o Freiheit, auch zu dienen bis

Kriegspropaganda | Liederzeit: | 1860


Deutsches Lied in deutscher Weise sing

Deutsches Lied in deutscher Weise sing o Sohn des Vaterlands in der Länder weitem Kreise trägt es stolz den Ehrenkranz Aus der Wälder düstrem Grauen schuf es seine goldene Saat eigener Kraft will´s kühne vertrauen wehrhaft stehn im Männerrat Text: Römer  (keine weiteren Angaben) Musik: Albert Methfessel (1785-1869) in Allgemeines Deutsches Kommersbuch –

Deutschlandlieder | Lob der Musik | Liederzeit: | 1865


Die Liebe schlang das heiligste der Bande

Die Liebe schlang das heiligste der Bande Um uns und dich geliebtes Vaterland Die Liebe gab zum Schutz der Heimathlande Dem freien Bürger Waffen in die Hand Die Liebe soll uns leiten Zu schützen und zu streiten Für Herd und Weib und Kind bis tn den Tod Drum sei das erste Fahnenzeichen rot Die Treue sei der Banner zweites Zeichen

Deutschlandlieder | | 1828


Ein stolzes Schiff

Ein stolzes Schiff streicht einsam durch die Wellen Es führt uns uns´re deutschen Brüder fort! Die Flagge weht die weißen Segel schwellen Amerika ist der Bestimmungsort Auf dem Verdecke stehen noch einmal anzusehen das Vaterland, das heimatliche Grün Mann, Weib und Kind eh sie von dannen ziehen Dort zieh´n sie hin wer wagt es, noch zu fragen Warum verlassen sie

Auswandererlieder | Liederzeit: | 1855


Ein stolzes Schiff (1925)

Ein stolzes Schiff streicht langsam durch die Wellen Und führet unsre deutschen Brüder fort Der Ostwind weht die weißen Segel schwellen Amerika ist ihr Bestimmungsort. So auf dem Verdeck zu stehen, Nach der Heimat hinzusehen: Amerika, zu fernen Kolonien Seht ihr sie übers große Weltmeer ziehn? Da ziehn sie hin! Wer wagt´s danach zu fragen, Warum verlassen sie ihr Heimatland?

Auswandererlieder | | 1925


Greift an das Werk mit Fäusten

Greift an das Werk mit Fäusten ! das Rechten hilft nicht mehr. Ihr Besten und Getreusten, zur Tat, zur Gegenwehr ! Die Zeit ist ernst und eisern und Blitzscharf ihre Spur sie schmückt mit Lorbeerreisern den wahren Helden nur Es schürt geheim das Feuer die Zwietracht im Versteck und wagt als Ungeheuer hervor sich kühn und keck Da nützt kein

Freiheitslieder | Liederzeit: | | 1850


Herbei nun du alte du graue treue Schar (Der alten Riege)

Herbei nun du alte, du graue treue Schar erheb dich und zeige, wie du so manches Jahr trotz Zipperlein, trotz Gicht und Podagra dich jugendfrisch erhalten – juchheirassa! Es mögen die einen nach Wörrishofen ziehn es mögen die andern für Schweninger erglühn in Karlsbad und am Nordseestrand, ha, ha da sollen sie gesunden – juchheirassa! Die Stubenhockerbande, die Wirtshausbruderschaft verfault

Turnerlieder | Liederzeit: | 1913