Voß (Johann Heinrich Voß)

9 Lieder von Voß (Johann Heinrich Voß)

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Beschattet von der Pappelweide (Am Bach)

Beschattet von der Pappelweide, Am grünbeschilften Sumpf Saß Hedewig im roten Kleide Und strickt’ an einem Strumpf Sie strickt und sang mit süßem Ton Ein Lied — ich weiß nicht mehr, wovon Da ging ich an den Bach zu fischen Mit meiner Angel hin Und hörte hinter Erlenbüschen Die schöne Nachbarin. Ich ließ die Angel an dem Bach Und ging

Liebeslieder | Liederzeit: | 1800


Der Holdseligen sonder Wank

Der Holdseligen sonder Wank sing ich fröhlichen Minnesang, denn die Reine, die ich meine winkt mir lieblichen Habe dank Gleich der sonnigen Veilchenau glänzt der Wonnigen Augenblau. Frisch und ründchen blüht ihr Mündchen gleich der knospenden Ros im Tau. Ach, bin inniglich minnewund ! gar zu minniglich dankt ihr Mund ! lacht so grüsslich, lockt so küsslich, dass mir’s bebt

Gedichte | Liederzeit: | 1774


Frisch o Mädchen dreht das Rad

Frisch, o Mädchen, dreht das Rad Brautgewand zu weben! Fein zum Staat Spinnt den Draht Fein und fest und eben! Lacht im warmen Kämmerlein Ob der Nordwind murre! Uns erfreun Schwänl’ und Reih’n In des Rads Gesurre! Mädchen, singt von Mädchentand, Singt den Schlaf danieder! Fuß und Hand Flieg gewandt Nach dem Takt der Lieder! Mädchen tändeln noch mit Fug,

Weberlieder | Liederzeit: | 1800


Ich armes Mädchen mein Spinnerädchen

Ich armes Mädchen! Mein Spinnerädchen Will gar nicht gehn, Seitdem der Fremde In weißem Hemde Uns half beim Weizenmähn! Denn bald so sinnig Bald schlotternd spinn’ ich In wildem Trab, Bald schnurrt das Rädchen Bald läuft das Fädchen Vom vollen Rocken ab. Noch denk’ich immer Der Sense Schimmer Den blanken Hut Und wie wir Beide An gelber Weide So sanft

Liebeslieder | Weberlieder | Liederzeit: | 2006


Mit Eichenlaub den Hut bekränzt (Trinklied für Freie)

Mit Eichenlaub den Hut bekränzt! Wohlauf! und trinkt den Wein, Der duftend uns entgegenglänzt! Ihn sandte Vater Rhein! Ist einem noch die Knechtschaft wert Und zittert ihm die Hand, Zu heben Kolbe, Lanz und Schwert, Wenn´s gilt fürs Vaterland Weg, feiler Bastard, weg von hier! Nicht deutsch, ein halber Franz! Dem fremden Zwingherrn frön als Tier, Und schwelg, o Junker

Freiheitslieder | Liederzeit: | 1774


O der schöne Maienmond

O der schöne Maienmond Wann in Tal und Höhen Blütenbäume wehen Und im Nest der Vogel wohnt O der schöne Maienmond Herrlich schöner Maienmond O wie prangt die schöne Welt Bräunlich sproßt die Eiche An umgrüntem Teiche Graulich wogt das Roggenfeld O wie prangt die schöne Welt Herrlich prangt die schöne Welt O wie frisch die Morgenluft Blumen, Laub und

Frühlingslieder | Liebeslieder | Liederzeit: | , | 1806


Plauderinnen regt euch stracks

Plauderinnen, regt euch stracks! Brecht den Flachs, Daß die Schebe springe, Und der Brechen Wechselklang Mit Gesang Fern das Dorf durchdringe! Herbstlich rauscht im Fliederstrauch Kalter Hauch, Und der Nachtblau leuchtet! Dennoch brecht mit bloßem Arm, Brecht Euch warm, Weil der Mond uns leuchtet! Brich, Du armer Flachs! Dir droht Müh’und Not, Mehr denn je Du träumtest, Als Du grün

Weberlieder | Liederzeit: | | 1800


Seht den Himmel wie heiter (Mailied)

Seht den Himmel wie heiter Laub und Blumen und Kräuter schmücken Felder und Hain Balsam atmen die Weste und im schattigen Neste girren brütende Vögelein Über grünliche Kiesel rollte der Quelle Geriesel purpurblinkenden Schaum Und die Nachtigall flötet und vom Abend gerötet wiegt sich spiegelnd der Blütenbaum Kommt, Gespielen und springet wie die Nachtigall singet denn sie singet zum Tanz

Frühlingslieder | Liederzeit: | , , | 1782


Willkommen im Grünen

Willkommen im Grünen Der Himmel ist blau und blumig die Au Der Lenz ist erschienen er spiegelt sich hell im lustigen Quell Willkommen im Grünen Willkommen im Grünen Das Vögelein springt auf Sproßen und singt Der Lenz ist erschienen Nun säuselt der West ums heimliche Nest Willkommen im Grünen Text: Johann Heinrich Voß () Musik: P. A. Schulz um 1780 in Alpenrose (1924,

Frühlingslieder | Liederzeit: | 1780