Kotzebue (August von)


Dich deckt mit bleiernem Gefieder der Schlaf

Dich deckt mit bleiernem Gefieder Der Schlaf ist das erlaubt? O denk es kehrt die Zeit nicht wieder Die man der Freundschaft raubt Verträumt die Iugend nicht ihr Toren Nur einmal sind wir jung Den Augenblick den wir verloren Rächt die Erinnerung Vergebens klagen unsre Lieder Das harte Schicksal an Es kehrt die schöne Zeit nicht wieder Die ungenützt verann

Lieder von Alt und jung | Liederzeit: | 1799


Die Welt ist nichts als ein Orchester

Die Welt ist nichts als ein Orchester Wir sind die Instrumente drin Die Harmonie ist uns Schwester Sie gibt uns wahren Menschensinn Die großen Herren dirigieren Und geben obendrein den Takt Wir armen Teufel musizieren Oft weniger oft mehr exakt Andante heißt das rechte Tempo Allegro muß bei Reichen seyn Die Großen spielen Maestoso Wir sistulieren hinten drein Doch mancher

Lob der Musik | Liederzeit: , | 1799


Du gehst aus unsrer Mitte (1860, Karl Ludwig Sand)

Du gehst aus unsrer Mitte O Sand, wer ist dir gleich? Erfüllest Schwur und Bitte Und gehst ins Totenreich Ich bin ihm nachgereiset bis Mannheim an dem Rhein in einem Gastwirtshause da holte ich ihn ein Drauf gab ich ihm die Rolle in seine zitternde Hand Ich sag, sein Maß war volle ich tat´s fürs Vaterland Drei Schritte trat ich zurücke verbarg

Freiheitslieder | Raub-Mord-Totschlag | | | 1860


Du stehst in unsrer Mitte (Karl Ludwig Sand)

Du stehst in unsrer Mitte O Sand, wer ist dir gleich Erfüllst den Schwur und Bitte gehst mit ins Totenreich Ades, Brüder, lebet, lebet wohl bis wir einander wiedersehen soll´n Ich bin ihm nachgereiset es soll erfüllet sein da hab ich ihn getroffen zu Mannheim an dem Rhein Ades, Brüder, lebet, lebet wohl bis wir einander wiedersehen soll´n Da hab ich

Freiheitslieder | Liederzeit: | | 1819


Es kann ja nicht immer so bleiben

Es kann ja nicht immer so bleiben hier unter dem wechselnden Mond Es blüht eine Zeit und verwelket was mit uns die Erde bewohnt Es haben viel fröhliche Menschen lang vor uns gelebt und gelacht den Ruhenden unter dem Rasen sei fröhlich der Becher gebracht Es werden viel fröhliche Menschen lang nach uns des Lebens sich freun und Ruhendem unter

Lieder von Alt und jung | Liederzeit: | 1802


Fürsten zum Land hinaus (Das deutsche Treibjagen , 1832)

Fürsten zum Land hinaus nun kommt der Völkerschmaus! Raus! Erst jagt den Kaiser Franz, dann den im Siegerkranz! Schub! Bayernland ans Gewehr, Ludwig geniert gar sehr! Fort! Adlig Hannoverland, du wirst zur Affenschand! Pfui! Der schönste Schwabenstreich war Wilhelm aus dem Reich! Raus! Sachsen wo bleibst du dann? der Mitregent muss dran! Auf! Zarter Kurfürstensohn, dein Stündlein läutet schon! Bim!

Freiheitslieder | Liederzeit: , | | 1832


Komm Feinsliebchen komm ans Fenster

Komm Feinsliebchen komm ans Fenster alles still und stumm nur Verliebte und Gespenster wandeln noch herum Dein getreuer Knabe harret komm in seinen Arm Seine Finger sind erstarret doch sein Herz ist warm Zwar die Sternlein sich verdunkeln Luna leuchtet nicht doch wo Liebchens Augen funkeln da ist helles Licht Drum Feinsliebchen komm ans Fenster alles still und stumm nur

Liebeslieder | Liederzeit: | 1841


Wir sitzen so fröhlich beisammen

Wir sitzen so fröhlich beisammen und haben einander so lieb und wünschen im frohen Gefühle ach, wenn es doch immer so blieb Es wechseln im irdischen Leben die Tage der Freude und Lust und Tage der Sorgen und Schmerzen bewegen die menschliche Brust Nichts ew´ges besteht hinieden drum haltet den Augenblick fest genießet des flüchtigen Lebens so lang es die Gottheit

Lieder von Alt und jung | Trauerlieder | Liederzeit: , | 1810