Raub-Mord-Totschlag

Räuberlieder, Mordgeschichten, Krimimusik aus zehn Jahrhunderten. Lieder von Taub, Mord, und Totschlag


Ach Joseph lieber Joseph (Kindsmörderin)

Ach Joseph, lieber Joseph was hast du gedacht Daß du die schöne Bertha ins Unglück gebracht Ins Unglück geführet so jung und so schön Auf daß sie hat ermordet ihr einziges Kind Ach Joseph, lieber Joseph mit mir ists bald aus Denn sie werd´n mich ja führen zum Schandtor hinaus Zum Schandtor hinaus wohl auf den grünen Platz Ei da

| 1856


Als ich ein kleines Mädchen war (Mädchen und Mörder)

Als ich ein kleines Mädchen war stirbt mir mein Vater und Mutter stirbt mir mein Vater und Mutter Als ich ein kleine Weil grösser war da kam ein Reiter, der wollt mich han da kam ein Reiter, der wollt mich han Er schwenkt mich lieb, er schwenkt mich wert er schwenkt mich wohl hinter sich auf sein Pferd Da reiten

Liederzeit: | | 1900


Auf auf ihr Kameraden (Aufruf des Schinderhannes)

Auf, auf ihr Kameraden bei finstrer Nachteszeit! Zeigt eure Heldentaten, es schlafen all bereit. All´ Richter und all Schergen und was uns schrecken kann ihr dürft euch nicht verbergen wenn ihr greift mutig an Tut euch nicht lang bedenken, eilt hin auf jenen Platz, wo in gefüllten Schränken liegt ein verborgner Schatz; erbrechet Tür und Schlösser, wo groß Paläste sein,

Liederzeit: | , | 1803


Biddewiddewitt mein Mann ist kommen

Biddewiddewitt mein Mann ist kommen Biddewiddewitt was mitgebracht? Biddewiddewitt ein Sack voll Kohlen Biddewiddewitt er hat´s gestohlen Biddewiddewitt er soll an Galgen Biddewiddewitt er hängt schon dran aus Siegen 1896 durch Dr. Eskuche

| 1896


Der Mord an einem Schneidergesellen

In der Lüneburger Heide nachts ein armer Schneider riß (reiste) sah ein Licht zu seiner Freude schimmern in der Finsternis Und er eilt zur Wirtshausstube Wirt und Wirtin waren froh dich der Wirt, der war ein Bube und die Wirtin, die war roh Und es schlief die arme Seele Wirt und Wirtin traten ein schnitten kalt ihm ab die Kehle

Liederzeit: | | 1900


Der Müller ging spazieren aus (vor 1817)

Der Müller ging spazieren aus er ging bis an den Grunwald naus begegnen ihm drei Räuber Ei Müller liebster Müller mein wißt ihr kein schwanger Fräuelein wir wollen eine kaufen Der Müller verschwört sein Leib und Seel er nirgends von einer wissen will bis er hatt selber eine Der Eine griff in Schubsack nein dreihundert Dukaten die warn sein für

Liederzeit: | | 1817


Der Wind bläst die Segel (Seeräuber)

Der Wind bläst die Segel frisch auf geht die Fahrt in die wild aufschäumende See. Zum Kampf gehts hinaus, der Sieg unser harrt schon packt uns die kreischende Böe Jetzt gehts hinaus, in Sturmgebraus das ist ein Leben froh und frei Es leb die See, das brausende Meer hoch lebe die Seeräuberei Vitalienbriider sind wir genannt als der Kauffahrer Freund wohlbekannt dem Hamburger Pfeffersack, dem

Liederzeit: | 1930


Du gehst aus unsrer Mitte (1860, Karl Ludwig Sand)

Du gehst aus unsrer Mitte O Sand, wer ist dir gleich? Erfüllest Schwur und Bitte Und gehst ins Totenreich Ich bin ihm nachgereiset bis Mannheim an dem Rhein in einem Gastwirtshause da holte ich ihn ein Drauf gab ich ihm die Rolle in seine zitternde Hand Ich sag, sein Maß war volle ich tat´s fürs Vaterland Drei Schritte trat ich zurücke verbarg

Liederzeit: | 1860


Ein Adeler flog er flog so weit

Ein Adeler flog, er flog so weit Das sei geklagt dem höchsten Gott Er flog herab auf grüne Heid Jetzt schau´st du´s nicht Doch das Gericht am Ende zu dir spricht Ein Jüngling liegt dort bleich und tot Das sei geklagt dem höchsten Gott Er schwimmt in seinem Blute rot Jetzt schaust du´s nicht Doch das Gericht am Ende zu dir spricht

| 1841


Ein armer Schmuggler bin ich zwar

Ein armer Schmuggler bin ich zwar verdien‘ mein Geld stets in Gefahr doch wenn die Grenzwacht am Ufer ruht dann geht das Schmuggeln noch einmal so gut Dann schlafen wir bis morgens vier dann klopft es leise an die Tür: Steht auf mein Schmuggler, so jung und schön jetzt wollen woll’n wir wieder schmuggeln gehn Dann fahren wir den Rhein hinaus und werfen unsre Säcke

Liederzeit: | 1900




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