Lieddichter: Claudius (Matthias)

Schlafe, schlafe, holder süßer Knabe
Leise wiegt dich deiner Mutter Hand
Sanfte Ruhe, milde Labe
Bringt dir schwebend dieses Wiegenband.

Schlafe, schlafe in dem süßen Grabe,
Noch beschützt dich deiner Mutter Arm,
Alle Wünsche, […]

Schlaflieder | 1820


Es stand ein Sternlein am Himmel
Ein Sternlein guter Art
Das tät so lieblich scheinen
So lieblich und so zart

Ich wußte seine Stelle
am Himmel, wo es stand
trat abends vor die Schwelle

Abendlieder | 1815


Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.

War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und […]

Winterlieder | | 1814


Ich sehe oft um Mitternacht,
wenn ich mein Werk getan
und niemand mehr im Hause wacht,
die Stern´ am Himmel an.

Sie geh’n da, hin und her zerstreut
als Lämmer auf der Flur,
in […]

Abendlieder | | 1800


Ich bin ein deutscher Jüngling
Mein Haar ist kraus, breit meine Brust
Mein Vater war ein edler Mann
ich bin es auch
Wenn mein Aug Unrecht siehet
sträubt sich mein krauses Haar empor

Deutschlandlieder | 1790


Im Anfang war´s auf Erden
nur finster, wüst und leer
und sollt´ was sein und werden
mußt´ es wo anders her
So ist es hergegangen
im Anfang, als Gott sprach
und wie sich´s […]

Geistliche Lieder | 1790


Der Mond ist aufgegangen
die gold´nen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar
Der Wald steht schwarz und schweiget
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar

Wie ist die Welt so stille

Abendlieder | Geistliche Lieder | Schlaflieder | 1790


Wenn jemand eine Reise tut
so kann er was erzählen.
Drum nahm ich meinen Stock und Hut
Und tät das Reisen wählen
Chor:
Da hat er gar nicht übel dran getan
erzähl er […]

Scherzlieder | , | 1786


Schlaf süßes Mädchen hold und mild
du deines Vaters Ebenbild
Das bist du: zwar dein Vater spricht
du habest seine Nase nicht

Nun eben jetzo war er hier
und sah dir ins Gesicht
und […]

Kinderlieder | Schlaflieder | 1785


Wir pflügen, und wir streuen
den Samen auf das Land
doch Wachstum und Gedeihen
steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen
sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim […]

Allgemein | 1783