Liederzeit: 1815-1831 Wiener Kongress bis Vormärz

1815-1831 Wiener Kongress bis Vormärz: Volkslieder nach Zeit und historischen Ereignissen


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Ach Gott vom Himmel sieh darein (1815)

Ach Gott vom Himmel sieh darein und laß dich des erbarmen Wir müssen wieder zopfig sein Wir Hessen, ja wir Armen! Er hängt uns in der Anke fest dazu ein Schlucker und Drosselnest Mit Puder über den Rücken Wir jagten die Franzosen fort, Sollt besser sein geschwinder Man gab uns viele schöne Wort und hieß uns: liebe Kinder! Jetzt sind wir

Freiheitslieder | Liederzeit: , | | 1815


Auf Matrosen die Anker gelichtet

Auf, Matrosen, die Anker gelichtet Segel gespannt und Kompaß gerichtet Liebchen ade! Scheiden tut weh Morgen geht´s in die wogende See Noch einen Kuß noch von rosiger Lippe und ich fürchte nicht Sturm noch Klippe Günstig sind Wetter und Wind und das Schifflein segelt geschwind Ohne zu scheitern und ohne zu stranden fliegen wir weit nach entlegenen Landen Rum und Wein tauschen

Lieder zur See | Liederzeit: , | 1817


Auf zum festlichen Beginnen (Schlacht von Schönbund)

Auf zum festlichen Beginnen auf es ist ein großer Tag Wer sich nah und mit treuen Sinnen Deutschlands heute freuen mag sei gegrüßt in unsrer Mitte sei’s nach biedrer Väter Sitte bei des Mahles buntem Kreis Treuer Helden zu gedenken die mit freudig festem Blick in den heißen Tod sich senkten für des Vaterlandes Glück ihren Grabstein zu umwinden mit

Deutschlandlieder | Freiheitslieder | Studentenlieder | Liederzeit: , | 1821


Augen glänzen Herzen glühn Hoch zur Bundesfeier

Augen glänzen Herzen glühn Hoch zur Bundesfeier Wie die geist gen Funken sprühn Auf Gesang entfalte kühn Alle Herzensschleier Wer sein selber ist bewußt Sieht die Welt entsiegelt Drum in uns strahlt Himmelslust Wie des Meers tief reine Brust Stern und Himmel spiegelt Brich o Welt in Trümmern gleich über uns zusammen Wir stehn muthig nimmer bleich Fester als Stahl

Freiheitslieder | Liederzeit: | 1830


Brüder so kann´s nicht gehn (1825)

Brüder, so kann´s nicht gehn Lasst uns zusammen stehn Duldets nicht mehr ! Freiheit, dein Baum fault ab Jeder am Bettelstab Beißt bald ins Hungergrab Volk ans Gewehr ! Dann wird´s, dann bleib´s nur gut wann du an Gut und Blut Wagst Blut und Gut. Wann du Bogen und Axt, Schlachtbeil und Sense packst, Zwingherrn den Kopf zerhackst: Brenn, alter

Freiheitslieder | Liederzeit: | 1825


Dem Turner ward das schönste Ziel

Dem Turner ward das schönste Ziel ein Leben voller Kraft ein hoher Sinn, ein froh Gefühl das reger Trieb ihm schafft Das Leben gibt ihm Tätigkit und diese Luft und Mut in munterm Treiben fließt die Zeit und froh und leicht sein Blut juchhei, juchhe! Heida, juchhe! Süß ist sein Schlummer jede Nacht gestärket wacht er auf und nimmt was

Turnerlieder | Liederzeit: | 1818


Den Mann den halt ich ehrenwert

Den Mann, den halt´ich ehrenwert des starke Hand das deutsche Schwert schwingt über seines Feindes Haupt der Ehre ihm und Freiheit raubt Dem Deutschen bring ich Lob und Ehr der wie ein Fels im wilden Meer selbst wenn das Unglück ihn umschwebt noch stolz das deutsche Haupt erhebt Mein Lob, es halle fort und fort dem Manne, der sein deutsches

Deutschlandlieder | Liederzeit: , | | 1817


Der Tag beginnt die Nacht vergeht (1818)

Der Tag beginnt die Nacht vergeht die Sonn aus Wolken aufersteht ein Morgenrot bricht aus der Nacht Ihr lieben Bürger, seid munter und wacht und lobet Gott in der Höhe Aus Königs Brust der Tag anbricht die Herrenschar erträgt ihn nicht sie schreit: “Zu was soll er taugen? er sticht und brennt in den Augen” Und Öffentlichkeit und Heimlichkeit rüsten sich gegeneinander

Nachtwächter-Lieder | Politische Lieder | Liederzeit: , | 1818


Du stehst in unsrer Mitte (Karl Ludwig Sand)

Du stehst in unsrer Mitte O Sand, wer ist dir gleich Erfüllst den Schwur und Bitte gehst mit ins Totenreich Ades, Brüder, lebet, lebet wohl bis wir einander wiedersehen soll´n Ich bin ihm nachgereiset es soll erfüllet sein da hab ich ihn getroffen zu Mannheim an dem Rhein Ades, Brüder, lebet, lebet wohl bis wir einander wiedersehen soll´n Da hab ich

Freiheitslieder | Liederzeit: | | 1819


Du steht in unserer Mitte (Version 1)

Nach vollbrachten Kampfe ist stets des Lebens Ruh und Glück Schwach ist des Lebens Lampe sie kehrt nicht mehr zurück Du stehst in unsrer Mitte O Sand, wer ist dir gleich Erfüllst den Schwur und Bitte schickst ihn ins Totenreich? Und sehn wir uns nicht wieder in dieser bösen Welt dann singen wir frohe Lieder so lang es uns gefällt nach

Freiheitslieder | Trauerlieder | Liederzeit: | | 1890