Wo find ich denn deins Vaters Haus

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Wo find ich dann deins Vaters Haus?
Säuberliches Mägdelein?
Geh das Gässlein aus und aus
so findest du mein Vaters Haus.
Schweig still, schweig still,
schweig still und laß dein Fragen sein

So bellet dann das Hündlein dein
säuberliches Mägdelein!
Ruf den Wächter leise ein,
so läßt der Hund das Bellen sein.
Schweig still, und laß dein Fragen sein.

So knarret dann das Türlein dein,
säuberliches Mägdelein!
Nimm den Haspen in die Hand,
so gwinnt die Tür ein leisen Gang.
Schweig still, und laß dein Fragen sein!

So schimmert dann das Feuer dein,
säuberliches Mägdlein!
Geuß ein wenig Wasser drein,
so läßt das Feur das Schimmern sein.
Schweig still, und laß dein Fragen sein!

Wo find ich dann dein Kämmerlein,
säuberliches Mägdlein?
Bei der Küchen an der Wand,
halt dich nur auf die rechte Hand.
Schweig still, und laß dein Fragen sein!

Wo leg ich hin mein Hemdelein,
säuberliches Mägdelein?
Weist du´s nit, so nimmt nichts wunder
Heb auf das Bett und kreucht darunter
Schweig still, und laß dein Fragen sein.

Wie soll ich auf den Morgen tun,
säuberliches Mägdelein?
Zieh dich an und geh davon
so sollst du auf den Morgen tun
Schweig still, und laß dein Fragen sein

Text und Musik: Verfasser unbekannt – die Melodie wurde 1602 aufgezeichnet
ein erotisches Liebeslied ( ohne die vorletzte Strophe im Zupfgeigenhansl von 1908)
siehe auch die neuere Fassung

Liederthema: ,
Liederzeit: (1602)