Vögelein im Tannenwald

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Vögelein im Tannenwald

Vögele im Tannenwald pfeifet so hell – tirili
pfeifet de Wald aus und ein
wo wird mei Schätzele sein?
Vögelein im Tannenwald pfeifet so hell

Vögelein im Tannenwald pfeifet so süss, tirili
pfeifet de Bach auf und ab
bis i mei Schätzele hab.
Vögelein im Tannenwald pfeifet so süss!

Vögelein ums Lauberhaus pfeifet so leis, tirili
pfeifet so zart und fein
’s Schätzele wird drinnen sein.
Vögelein ums Lauberhaus pfeifet so leis!

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Schreibweise auch „Vögele im Tannenwald“
die Melodie in Uhland’s Nachlaß, vor 1822 aufgezeichnet, mit 3 Strophen Text

Zweite Melodie zu "Vögelein im Tannenwald"

Zweite Melodie zu Vögelein im Tannenwald
Melodie bei Uhland, Liederhort II

Abweichungen im Text

Erklärung:

  • 1,1 Vögele, plural Vögelein,
  • 1, 2 pfeifet, plur. pfeifen.

Anmerkungen zu "Vögelein im Tannenwald"

Ludwig Erk führt in Deutscher Liederhort (1856, Nr. 65) nur die ersten beiden Strophen an und nennt als Quelle Friedrich Silcher : 122 Volkslieder für Männerstimmen , Tübingen , Nr. 1.

Dieses Lied war in Preußen vor dem ersten Weltkrieg für den Schulunterricht in der vierten Klasse vorgeschrieben (Zentralblatt der preußischen Regierung von 1912)

Schwäbisches Volkslied. Zuerst bekannt durch Silcher, Volkslieder für Männerstimmen , 5. Heft (um 1835) Nr. 1, bloß mit den zwei ersten Strophen. Genau fand sich die Melodie in Uhland’s Nachlaß, vor 1822 aufgezeichnet, aber mit 3 Strophen Text wie hier. Abschrift durch G. Scherer 1875 an Erk. Im Liederhort S. 212 steht das Lied nach Silcher. Bei Meier, schwäbische Volkslieder S. 108 wenig abweichend, auch bloß 2 Str. — UÜer der Mel. bei Uhland steht: Tanz.

"Vögelein im Tannenwald" in diesen Liederbüchern

u.a.in: Deutscher Liederhort (1856) — Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858) — Deutsches Lautenlied (1914) — Was die deutschen Kinder singen (1914) — Württembergische Volkslieder (1929) —

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