Schätzchen reich mir deine Hand

Volkslieder » Abschiedslieder

Schätzchen reich mir deine Hand

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Schätzchen reich mir deine Hand
zum Beschluß und Unterpfand
Zum Beschluß einen Kuß
weil ich von dir scheiden muß

Scheiden ist ein hartes Wort;
du bleibst hier und ich muß fort.
Weit und breit ist die Zeit,
breiter viel die Ewigkeit.

Wenn wir uns nicht wieder sehen,
bleibt doch unsre Liebe stehen.
Liebst du mich wie ich dich,
nimmermehr verlaß ich dich!

Auf dem Berg da fließt ein Wasser,
Schätzchen, wär es kühler Wein:
Kühler Wein soll es sein,
Schatz, du sollst mein eigen sein!

In dem Wasser schwimmt ein Fisch;
glücklich ist, wer das vergißt,
glücklich ist, wer vergißt,
was nicht mehr zu ändern ist!

Text und Musik: Verfasser unbekannt vom Niederrhein 1829 – aus Moers .
in: Erk, Volkslieder , 2, 31 — Die deutschen Volkslieder mit ihren Singweisen (1843) —  Deutscher Liederhort (1856, Nr. 74) und Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 771a „Zum Abschied“) – Scherer Jungbrunnen 79a

Weitere Strophe in einer abweichenden Lesart aus Sachsen (mit anschließender Schlußstrophe „Wenn wir uns nicht wiedersehen bleibt doch …“:

Willst du mich noch einmal sehn
steig auf jenes Berges Höhn
Blick hernieder in das Tal
Siehst mich da zum letztenmal

Geschichte dieses Liedes: ,
Liederthema: ,
Liederzeit: (1829)

Region: , ,

Zweite Melodie zu "Schätzchen reich mir deine Hand"

Zweite Melodie zu
Andere Lesart: Untertaunus und Lahnkreis 1880

Anmerkungen zu "Schätzchen reich mir deine Hand"

Varianten im Text (Sachsen):

  • 1.1.: Mädchen reich mir deine Hand
  • 1, 2 Zum getreuen Unterpfand.
  • 2, 3 Hartes Wort! ich muß fort, hin nach einem fremden Ort. 
  • 3, 2 bleibt doch unsre Freundschaft stehn
  • 3, 5 nimmer mehr vergeh ich dein! 
  • 5, 3 Dieses geflügelte Wort schon Ende des 17. Jahrhunderts nachgewiesen (s. Büchmann, geflügelte Worte 1874, S. 65)

weitere Abweichungen

  • 2,3: du bleibst hier ich muß fort —
  • 2,3: Weit und breit ist die Zeit, breiter viel die Ewigkeit –

"Schätzchen reich mir deine Hand" in diesen Liederbüchern

Literatur: Erk I. 2. Nr. 31 —  I, 6, Nr. 39 –  Liederh. Nr. 74. – Ditfurth II, S, 139. — Mittler Nr. 874. — Kretzschmer II, S. 326. — Böckel Nr. 117. — Schade, Volksl. S. 301. —  Mündel Nr. 102. — Müller, Erzgeb. VL. S. 140 — . Peter, Volksth. aus Oesterr. -Schlesien 256 — . Schmitz, Sitten S, 162. — Reifferscheid S. 82 (andere Mel.).–  Tobler II, S. 209. Mündlich vielfach aus dem Nassauischen und Hessen mit Melodien,

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