Körner (Theodor)

23 Lieder von Körner (Theodor)

Der Dichter Theodor Körner wurde am 23. September 1791 in Dresden geboren und fiel am 26. August 1813 bei Gadebusch in Mecklenburg. Seine im Freiheitskampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft in Deutschland entstandenen Lieder waren sehr populär und wurden im Kaiserreich  zum 100. Jahrestag seines Todes – ein Jahr vor Beginn des Ersten Weltkriegs – erneut verbreitet.


mp3 anhören CD buch

Abend wird´s des Tages Stimmen schweigen

Abend wird´s, des Tages Stimmen schweigen röter strahlt der Sonne letztes Glühn und hier sitz ich unter euren Zweigen und das Herz ist mir so voll, so kühn Alter Zeiten alte treue Zeugen schmückt euch doch des Lebens frisches Grün und der Vorwelt kräftige Gestalten sind uns noch in eurer Pracht erhalten Viel des Edlen hat die Zeit zertrümmert viel

Abendlieder | Deutschlandlieder | Liederzeit: | 1810


Ahnungsgrauend (Bundeslied vor der Schlacht)

Ahnungsgrauend, todesmutig bricht der große Morgen an und die Sonne, kalt und blutig leuchtet unsrer blutgen Bahn In der nächsten Stunden Schoße liegt das Schicksal einer Welt und es zittern schon die Lose und der ehrne Würfel fällt Brüder, euch mahne die dämmernde Stunde mahne euch ernst zu dem heiligsten Bunde treu so zum Tod, wie zum Leben gesellt Hinter

Deutschlandlieder | Soldatenlieder | Liederzeit: | 1813


Das Volk steht auf der Sturm bricht los

Das Volk steht auf, der Sturm bricht los. Wer legt noch die Hände feig in den Schoß Pfui über dich Buben hinter dem Ofen Unter den Schranzen und unter den Zofen Bist doch ein ehrlos erbärmlicher Wicht Ein deutsches Mädchen küßt dich nicht Ein deutsches Lied erfreut dich nicht Und deutscher Wein erquickt dich nicht Stoßt mit an Mann für

Deutschlandlieder | Freiheitslieder | Liederzeit: | 1813


Das Volk steht auf, der Sturm bricht los (1921)

Das Volk steht auf, der Sturm bricht los Legt nicht die Hände feig in den Schoß Seht die Vampyre auf gold’nen Stühlen Laßt sie nun endlich die Volkskraft fühlen Rottet sie aus , die erbärmliche Brut Wer gab ihr Leben? – Unser Blut Wer gab ihr Reichtum? – Unser Gut So zeigen wir auch unsern Mut Zeigt ihn doch! Brecht

Arbeiterlieder | Politische Lieder | Liederzeit: | 1921


Der Ritter muß zum blutigen Kampf hinaus

Der Ritter muss zum blut´gen Kampf hinaus für Freiheit, Ruhm und Vaterland zu streiten; da zieht er noch vor seines Liebchens Haus nicht ohne Abschied will er von ihr scheiden. O weine nicht die Äuglein rot als ob nicht Trost und Hoffnung bliebe! Bleib ich doch treu bis in den Tod dem Vaterland und meiner Liebe Und als er ihr

Soldatenlieder | Liederzeit: | | 1813


Die ihr dort oben zieht hört ihr des Sängers Lied

Die ihr dort oben zieht hört ihr des Sängers Lied das zu euch spricht Frei durch des Himmels Plan von Lebens Anfang an geht eure stille Bahn ewig im Licht Seid mir doch eng vertraut hab ich euch angeschaut wird mir so klar wird mir das Herz so weich drei Wünsche hab ich gleich drei Wünsche nenn ich euch macht mir sie wahr! Erst ist´s der Liebe Glück

Lob der Musik | Liederzeit: | 1820


Du Schwert an meiner Linken

Du Schwert an meiner Linken Was soll dein heitres Blinken? Schaust mich so freundlich an hab´ meine Freude dran! Hurra! Hurra! Hurra! “Mich trägt ein wackrer Reiter drum blink ich auch so heiter. Bin freien Mannes Wehr, das freut dem Schwerte sehr.” Hurra! Hurra! Hurra! Ja, gutes Schwert, frei bin ich und liebe dich herzinnig als wärst du mir getraut

Soldatenlieder | Liederzeit: | 1813


Es blinken drei freundliche Sterne (1809)

Es blinken drei freundliche Sterne ins Dunkel des Lebens hinein die Sterne, die funkeln so traulich Sie heißen Lied, Liebe und Wein Es lebt in der Stimme des Liedes ein treues mitfühlendes Herz im Liede verjüngt sich die Freude im Liede verweht sich der Schmerz Der Wein ist der Stimme des Liedes zum freudigen Wunder gesellt und malt sich mit

Lieder von Alt und jung | Trinklieder | Liederzeit: | 1809


Es leuchten drei freundliche Sterne dem Krieger…

Es leuchten drei freundliche Sterne dem Krieger mit strahlendem Blick die glänzenden Sterne sie heißen: “Die Ehre, die Liebe, das Glück!” Die Ehre, sie leitet den Krieger durchs Feuer zum rühmlichen Tod es opfert mit Freuden das Höchste sobald es die Ehre gebot Die Liebe mit loderndem Schimmer wann wär sie dem Krieger nicht hold? Es zahlet dem stürmenden Liebling

Soldatenlieder | Liederzeit: | 1809


Frisch auf frisch auf mit raschem Flug

Frisch auf, frisch auf mit raschem Flug frei vor dir liegt die Welt wie auch des Feindes List und Trug uns rings umgattert hält Steig, edles Roß, und bäume dich´ dort winkt der Eichenkranz Streich aus, streich aus und trage mich zum lust´gen Schwertertanz Hoch in den Lüften, unbesiegt geht frischer Reitersmut Was unter ihm im Staube liegt engt nicht

Soldatenlieder | Liederzeit: | 1813