Blaue Nebel steigen von der Erde auf (Abendlied 1813)


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Blaue Nebel steigen
von der Erde auf
Tag, du willst dich neigen
Nacht, du brichst herauf

Helle Sternlein funkeln
schon in Herrlichkeit
über Erdendunkeln
strahlt die Ewigkeit

Abendlüfte wehen
durch den grünen Wald
und wie Riesen stehen
Eichen schon so alt

O ihr alten Eichen
aus der Riesenzeit
ihr, die stolzen Zeugen
der Vergangenheit

Wachst nur ihr entgegen
ihr, der bessern Zeit
sollt die Häupter regen
noch in freier Zeit

Vaterland, du Wonne
dich drückt jetzt die Nacht
bald kommt dir der Sonne
junge frische Macht

Dann erblüht ein Morgen
blutig, güldenrot
Tod dann schweren Sorgen
und ein Sieg in Gott

Text: Karl Jung (1816) – so im Allgemeinen Deutschen Kommersbuch von 1858.  Andere Quellen nennen Karl Buchner (1800-1872)  bereits 1812 ? im Alter von 12 Jahren (!) oder Karl Götting (1793-1869)
Musik: im Kommersbuch auf die Melodie von Freiheit die ich meine – andere Hinweise auf die Melodie von “Mit dem Pfeil dem Bogen” ? – oder Bernhard Anselm Weber  (1766-1821).  Laut Otto Holzapfel sind alle Angaben zu Verfasser und Komponist auf der DVA-Mappe aus unbekannten bzw nicht vermerkten Gründen wieder gestrichen worden)

u.a. in: Universal-Liederbuch (Algier, 1841) — Hausschatz (1843) — Wilhelm Greef Männerlieder (1848) —  Täglichsbeck (1848, nennt Buchner, 1812) — Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858, nennt Karl Jung) – Liederbuch des Handwerker-Vereins zu Potsdam (1859) – Liederbuch Postverband (1898, Buchner) —


Liederthema: Abendlieder | Deutschlandlieder
Liederzeit: (1813)
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Liedergeschichte: -