Und der Hans schleicht umher (Hans und Liesel)

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Und der Hans schleicht umher (Hans und Liesel)

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Und der Hans schleicht umher
trübe Augen, blasse Wangen
und das Herz ihm befangen
und der Kopf ihm so schwer.
Und die Liesel vor der Türe:
rotes Mieder, goldne Schnüre,
schaut hinauf nach dem Himmel
und sieht den Hans nicht an

„Liebes Liesel, komm her;
lass den Himmel, der ist trübe,
doch im Herzen die Liebe
ach die brennt gar so sehr!
Aber wenn du wieder gut bist
und du wieder deinen Hans küsst,
o dann ist auch auf einmal
der Himmel wieder hell!“

Und er bittet und fleht
und er zupft sie am Zöpfchen,
und die Liesel hat’s Köpfchen
schon halb umgedreht.
Und sie lacht und zieht’s Mäulchen
und sie ziert sich noch ein Weilchen –
und dann küsst sie den Hans
und’s ist alles wieder gut

Musik und Text: Franz von Woyna – (um 1845)

„Von meinem Studiengenossen Graben Hoffmann erfuhr ich vor 30 Jahren, dass die Melodie ein Königlicher Preußischer Offizier zu Berlin, Franz von Woyna, um 1845 komponiert hat. Als Thüringer Volkslied hat man diesen hübschen Gesang neuerdings gar bezeichnet.“ (Böhme, 1895, „Verfasser unbekannt“)

"Und der Hans schleicht umher (Hans und Liesel)" in diesen Liederbüchern

in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858) — Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895) — Deutsches Lautenlied (1914) — Weltkriegs-Liedersammlung (1926) — Liederbuch der VGB Bremerhaven

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