Bremer Stadtmusikanten

Sieh durch die Straßen (Die Rote Garde)

Sieh durch die Straßen mit festen Schritten
zieht eine trotzige Kriegerschar.
Eisern die Fäuste, drohend die Blicke,
wie sie das Arbeiterviertel gebar.
Sie trag´n nicht Tressen, nicht Achselstücke
sie kommen im Arbeiterkittel daher
Sie tragen Hammer und Sichel als Zeichen
die Hundertschaften der Arbeiterwehr

Seht nur her: Das ist die Rote Garde,
die, zu jedem Kampf bereit,
Bahn bricht zur Macht und Herrlichkeit
dem Proletariat!

Unter den flatternden roten Fahnen
stehn sie zusammen in jeder Fabrik
alle die wollen, alle die ahnen
das Dämmern der Arbeiterrepublik
Sie schreckt der Tod nicht der roten Legionen
die Noskes Söldlinge mordeten hin
sie gehn im Gleichschritt mit all den Millionen
die rings auf Erden folgen Lenin
Hoch Lenin!

Sie sind die Rote Garde,
die, zu jedem Kampf bereit,
Bahn bricht zur Macht und Herrlichkeit
dem Proletariat

Maßlos geknechtet, geschmäht und geschlagen
Karrengaul Molochs, Arbeitervolk
nach soviel Hunger- und Elendsjahren
recke dich endlich als Löwe empor
Jage die Wucherer, Steuerbetrüger
jag die Faschisten zum Lande hinaus
und bau auf Äckern, Fabriken und Gruben
der freien Arbeit herrliches Haus
Reck dich auf!

Her zur Roten Garde,
die, zu letzten Kampf bereit,
einst mit Waffenmacht befreit
dich, Proletariat!

Text und Musik: Verfasser unbekannt , gedichtet und komponiert von Mailänder Arbeitern während der Fabrikbesetzung 1920 –

u.a. in: Rot Front. Neues Kampf-Liederbuch (1925) — Zum roten Sturm voran. Kampfliederbuch (1926) — Mit Lenin. 50 Kampflieder (ca. 1928/29) — Front Kämpfer Liederbuch (1928/29)

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Liederthema: Arbeiterlieder
Liederzeit: (1920)
Schlagwort: |




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