Komm Karline komm Karline komm


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Komm Karline komm Karline komm
wir woll’n nach Seckbach gehn
da ist es wunderschön!
Seckback Seckbach Seckbach kille kille
Seckbach kille Kille Hoppsassa
Komm Karline komm Karline komm

Text: Adolf Spahn – Frankfurt, 1889 – eigentlich 5 Strophen, Rest noch nicht gefunden
Musik: „Hamburger Juxmarsch“ von Emil Ascher (1888) mit textiertem Trio „Komm Karline komm wir gehen nach Hamburg“. Daraus wurde später der Berliner Hit Komm Karlineken


Liederthema: Tanzlieder
Liederzeit: (1889)
Schlagwort: | |
Region: -
Liedergeschichte: -

Anmerkungen zu "Komm Karline komm Karline komm"

Als Vorbild diente der „Hamburger Juxmarsch“ von Emil Ascher (1888) mit textiertem Trio „Komm Karline komm wir gehen nach Hamburg“. Dieser „Juxmarsch“ ist vermutlich der erste richtige „Gassenhauer“. Der Frankfurter Komiker Adolf Spahn schrieb ein Jahr später diesen „Juxmarsch“ zu einem Couplet mit 5 Strophen um: „Komm Karline komm wir wollen nach Seckbach gehn“. Zahlreiche Liedpostkarten aus dieser Zeit zeugen von der großen Popularität dieser Seckbacher Version.   Es existieren 1897 bereits Postkarten mit dem Seckbach-Liedtext und “Kille Kille”.

Komm Karline (gelaufen September 1897)
Komm Karline Seckbach (gelaufen September 1897)

“Kille Kille” soll laut Tobias Richter (“Der Berliner Gassenhauer“) erst seit der Berliner Fassung mit “Wir wolln nach Rixdorf gehn” im Refrain gesungen worden sein.  Gedruckt wurde der Text von Spahn 1897 bei J. Andre in Offenbach. Scheinbar ist das Lied in Berlin zunächst sogar mit dem Seckbach-Text gesungen worden? Eine Zeitzeugin erzählte ihrem Enkel später gerne “von einem Bühnenerlebnis aus der Weltstadt Berlin: Ein Mann marschiert im Rhythmus des Liedes über die Bühne, etwas in den Knien, den Oberkörper dem Publikum zugewandt, einen Stock in Kniehöhe waagerecht vorwärts und rückwärts schwingend, und singt:

Komm Karlineken, komm Karlineken komm,
lass uns nach Seckbach gehn,
dort ist es wunderschön.

Aber dies nachzuahmen, war auch das Äußerste, was die Großmutter sich an Leichtlebigkeit gestattete. ” (Wucherpfennig, Wolf: Leben im Übergang: Vom Kloster zur Wissensfabrik, 2007)