In einem Städtchen in einem stillen Tale (Räuberbraut)

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Die Noten zu "In einem Städtchen in einem stillen Tale (Räuberbraut)":

In einem Städtchen in einem stillen Tale (Räuberbraut)

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Die Noten zu "In einem Städtchen in einem stillen Tale (Räuberbraut)":

In einem Städtchen in einem stillen Tale (Räuberbraut)

In einem Städtchen, in einem stillen Tale
Da stand ein Mädchen an einem Wasserfalle
Sie war so schön wie Milch und Blut
Von Herzen war sie einem Räuber gut

Du armes Mädchen, du dauerst meiner Seele
Komm mit zu mir in meine Räuberhöhle
Dort wirst du sorgenlos und glücklich sein
Ich aber muß jetzt in den Wald hinein

Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen
So sprich, ein Räuber habe ihn getragen
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht
Und der so viele Menschen umgebracht!

Und werde ich einstmals dann sterben müssen
So lasse keine Liebesträne fließen
Ich setz dich in mein Testament hinein
Nur du, nur du bist Erbin ganz allein

Im dunklen Walde sieht man Schwerter blitzen
Und sieht den Räuber tot vom Pferde stürzen
Sie graben unter einer Eich sein Grab
Und senken ihn und auch sein Pferd hinab

In einem Städtchen, in einem tiefen Tale
Da stand ein Mädchen an einem Wasserfalle
Sie war so schön, schneeweiß und rosenrot
An ihrer Brust, das arme Kind war tot.

Text und Musik: Verfasser unbekannt von 1803
Ein weit verbreitetes Lied, das durch seine Bildhaftigkeit und Anschaulichkeit auf seinen Ursprung aus einer Moritat hinweist.(Stemmle, Traurig aber wahr). Ob es ursprünglich ein Ritter war, ein Adeliger, ein König?

 


Liederthema: Küchenlieder | Moritaten | Raub-Mord-Totschlag
Liederzeit: (1803)
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Liedergeschichte: -