Bremer Stadtmusikanten

Ich hab´s einen Schatz auf dieser Welt (Hessen)

Ich hab´s einen Schatz auf dieser Welt
der ist so weit von mir entfernt
er ist so weit über Berg und Tal
daß ich ihn nicht mehr sehen kann

Und als ich es vor die Berge kam
da hört ich eine Nachtigall
sie sang so schön, sie sang so fein
sie sang von meinem Feinsliebelein

Und als ich es vor die Hauptwache kam
da muß mein Schatz schon Schildwach stehn
Schildwach zu stehn das brauchst du ja nicht
komm her mein Schatz und schlaf bei mir

Mein Schatz wollte mir ein Taler geben
ich sollt mit ihm zu Bette gehn
behalt dein Taler, halte du ihn fest
allein schläft sich´s am allerbest

Mein Schatz kaufte mir ein Ringelein
von lauter Gold und Edelstein
ich zog ihn an die rechte Hand
und zog damit nach Schwabenland

Nach Schwabenland da mag ich nicht
denn lange Kleider trag ich nicht
denn lange Kleider und spitze Schuh
die kommen keiner Dienstmagd zu

(„Statt des Wortes Schuh in der letzten Strophe wird häufig gesungen „Schu-a-uh“)

Text und Musik: Verfasser unbekannt, hessische Variante von „Auf dieser Welt hab ich kein Freud
Lewalter schreibt zu dieser Fassung 1896: „Der Anfang dieses Liedes lautet in den früheren Aufzeichnungen und auch noch in der Niederschrift Otto Böckels ( Deutsche Volkslieder aus Oberhessen , 1885) „Auf dieser Welt hab ich´s keine Freud / ich hab einen Schatz und der ist weit“  Die oben angegeben Strophen 3 und 4 finden sich bei Erk ( Liederhort, Anmerkung zu Nr. 126a) und bei Böckel. Die Weise des Liedes ist in den meisten Aufzeichnungen der hier wiedergegebenen ähnlich. Eine sehr schöne Weise findet sich bei Reifferscheid , welche mit der oben abgedruckten  keine Ähnlichkeit hat.“

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Liederthema: Frauenlieder | Soldatenlieder
(1896)
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