Ich bin vom Berg der Hirtenknab

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Ich bin vom Berg der Hirtenknab

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Ich bin vom Berg der Hirtenknab
seh auf die Schlösser all herab
Die Sonne strahlt am ersten hier
am längsten weilet sie bei mir
Ich bin der Knab vom Berge

Hier ist des Stromes Mutterhaus
ich trink‘ ihn frisch vom Stein heraus
Er braust vom Fels im wilden Lauf
ich fang‘ ihn mit den Armen auf.
Ich bin der Knab vom Berge

Der Berg, der ist mein Eigentum
da zieh’n die Stürme ringsherum
und heulen sie von Nord und Süd
so überschallt sie doch mein Lied
Ich bin der Knab vom Berge.

Sind Blitz und Donner unter mir
so steh ich hoch im Blauen hier
Ich kenne sie und rufe zu
„Laßt meines Vaters Haus in Ruh
Ich bin der Knab‘ vom Berge!“

Und wann die Sturmglock einst erschallt
Manch Feuer auf den Bergen wallt
Dann steig ich nieder, tret in’s Glied
Und schwing mein Schwert und sing mein Lied
Ich bin der Knab vom Berge!

Text: Ludwig Uhland (1806)
Musik: Karl Groos (1818)

Zweite Melodie zu "Ich bin vom Berg der Hirtenknab"

Zweite Melodie zu
Zweistimmig

Anmerkungen zu "Ich bin vom Berg der Hirtenknab"

Gedicht von Uhland 1806. Zuerst in L. v. Seckendorfs Musenalmach für 1808. (Regensburg S 134) Melodie von Karl Groos in „Lieder für Jung und Alt“ (Berlin 1818 Nr 36) Der Vortrag sei frei, nicht streng im Takte, sondern nach Art der Ruhreihen, bald eilend, bald zögernd. Dies Lied war ein Lieblingslied der alten Turner 1817-19 (Böhme, Volkstümliche Lieder der Deutschen, 1895)

"Ich bin vom Berg der Hirtenknab" in diesen Liederbüchern

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