Bremer Stadtmusikanten

Einst stand ich am eisernen Gitter

Einst stand ich am eisernen Gitter
In so stiller Einsamkeit
Klagte laut und weinte bitter
Klagte Gott mein Herzeleid

Einen Vater, den ich hatte
Den ich oftmals Vater nannt´
Eine Mutter, die ich liebte
Die hat mir der Tod entwandt


Beide sind von mir geschieden
Beide sind von mir getrennt
Sie genießen Ruh´ und Frieden
Und ich leb in Traurigkeit


Ach, wie dunkel sind die Mauern
Und die Ketten doch so schwer
Lange, lange wird´s noch dauern
Ist denn keine Rettung mehr?


Schönster Jüngling, meinst du´s redlich
Oder treibst du mit mir Scherz?
Denk, ach denk, es ist gefährlich
Zu verführen ein Mädchenherz.


Höre, Jüngling, mein Verlangen
Höre, was das Mädchen spricht
Laß mich küssen deine Wangen
Und mich ruhn an deiner Brust

Text und Musik: Verfasser unbekannt – vor 1918
nach einer Aufzeichnung aus dem pommerschen Kreise Regenwalde vom Jahre 1923
in Arthur Hübner . Die Lieder der Heimat (1926)

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Liederthema: Liebeskummer
(2012)
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Empfehlung: Liebeslieder-Album

Liebeslieder

Preis der deutschen Schallplattenkritik für das Liebeslieder Album der Grenzgänger! Von Heines „Loreley“ über „Es waren zwei Königskinder“ bis zu einer an Elvis Presleys „Fever“ erinnernden Version von „Wenn alle Brunnen fliessen“. Am Ende dann Schillers „Ode an die Freude“ und ein Hochzeitstanz, der Mendelssohn-Bartholdy und Wagner vereint!. Ein außergewöhnliches Album mit aufwändig gestaltetem, 40-seitigen Booklet mit allen Texten und Hintergründen zu den Liedern.