Da drunten in jenem Tale (Mühlrad) (1780)

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Da drunten in jenem Tale (Mühlrad)

Da drunten in jenem Tale
da treibet das Wasser ein Rad
das mahlet nichts anders als Liebe
vom Abend bis an den Tag

Das Mühlrad ist zersprungen
Die Lieb hat noch kein End
Wenn zwei von einander scheiden
So geben’s einander die Händ

Ach Scheiden, ach Scheiden, ach Scheiden
Wer hat das Scheiden erdacht
Es hat mein junges Leben
Zum Untergang gebracht

In meines Vaters Lustgarten
Da stehn zwei Bäumelein
Das eine trägt Muskaten
Das andre braun Nagelein.

Muskaten die sind süße
Braun Näglein riechen woh
Die will ich meinem Schatz verehren
Dass er daran riechen soll

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 419b „Das Mühlrad“)

Aus: Fr. Reichardt, Musikal. Kunstmagazin, Berlin 1782. I. Bd.. S. 99. Daher Erk I, 5, 53 und Kr. I, Nr. 313. — Der Anfang hatte ein sinnlosed Wort: „Dort droben in jenem Tale“ etc. Zwei eingeschobene Strophen, das falsche Mädchen mit rotem, wurmstichigem Apfel vergleichend, sind getilgt. (Böhme)

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1780)

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