Bunt sind schon die Wälder (Original-Fassung)

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Bunt sind schon die Wälder (Original-Fassung)

Der Text von „Bunt sind schon die Wälder“ steht zuerst im Voßischen Musenalmanach von 1786 , laut Angaben von Salis-Seewis stammt der Text aber von 1782. Franz-Magnus Böhme druckt in „Unsere Volkstümlichen Lieder“ (1895) eine andere Strophenfolge, offensichtlich die älteste Fassung des Gedichtes von 1782 mit heute nicht mehr bekannten Strophen?

Bunt sind schon die Wälder
gelb die Stoppelfelder
und der Herbst beginnt
Rote Blätter fallen
graue Nebel wallen
kühler weht der Wind

Sieh wie hier die Dirne
emsig Pflaum und Birne
in ihr Körbchen legt
Dort mit leichten Schritten
jene goldnen Quitte
in den Landhof trägt

Flinke Träger springen
Und die Mädchen singen
alles jubelt froh
Bunte Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh

Geige tönt und Flöte
bei der Abendröte
und im Mondenglanz
junge Winzerinnen
winken und beginnen
deutschen Ringeltanz

Neben der bekannten Melodie von Reichardt gibt es weniger populäre Vertonungen von Georg Rolle (geboren 1855) und Franz Schubert (1797-1828). Die heute bekannte Version von „Bunt sind schon die Wälder„, von Salis-Seewis überarbeitet, steht hier.

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