Liederlexikon: Salis-Seewis

Johann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis

| 1762

von Salis-SeewisJohann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis wurde am 26. Dezember 1762 auf Schloss Bothmar bei Malans in der Schweiz geboren, wo er am 29. Januar 1834 auch starb. Inspiriert von den revolutionären Gedanken der Französischen Revolution, begeisterte er sich für die Menschenrechte und löste sich von der konservativen, oligarchischen Tradition seiner Familie. Franz Schubert hat viele Gedichte von Salis-Seewis vertont. Als sein bekanntestes Gedicht gilt heute das 1782 geschriebene „Bunt sind schon die Wälder


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Salis-Seewis im Archiv:

Bunt sind schon die Wälder

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind. Wie die volle Traube an dem Rebenlaube purpurfarbig strahlt ! Am Geländer reifen Pfirsiche mit Streifen rot und weiß bemalt. Dort im grünen Baume hängt die blaue Pflaume am gebognen Ast gelbe Birnen winken daß die Zweige sinken

Das Grab ist tief und stille

Das Grab ist tief und stille Und schauderhaft sein Rand Es deckt mit schwarzer Hülle Ein unbekanntes Land Das Lied der Nachtigallen Tönt nicht in seinem Schoß; Der Freundschaft Rosen fallen Nur auf des Hügels Moos. Verlaßne Bräute ringen Umsonst die Hände wund; Der Waise Klage dringen Nicht in der Tiefe Grund. Doch, sonst an keinem Orte Wohnt die ersehnte

Wenn der Abend kühl und labend

Wenn der Abend Kühl und labend Sich auf unsre Täler senkt Wenn die Wolken röter werden Und der Hirte seine Herden Am beschilften Teiche tränkt Wenn der Hase Schon im Grase Nascht und im betauten Kraut Wenn der Hirsch aus dem Gehege Wandelt und das Reh am Wege Steht and traulich sich umschaut Wenn mit Blüten Auf den Hüten Sens

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