Zum Soldat bin ich geboren

Zum Soldat bin ich geboren

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Zum Soldat bin ich geboren
mußte ziehen in das Feld
und da hab ich es erfahren
wie es zugeht in der Welt

Exerzieren mußt ich lernen
Das fiel mir so schwer
Aber doch ich mußt es lernen
Und es macht mir Plaisir

Und als ich es konnte
Mußt ich ziehen in den Krieg
Und da wurde ich bei Leipzig
Auf dem Schlachtfeld blessiert

Und als ich blessiert war
Bekam ich Pension
Und die gab mir der Kaiser
Napoleon

Zweimal hunderttausend Taler
Bekam ich Pension
Jetzt wähl ich mir ein Mädchen
Wie mir es gefällt.

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort III (1893, Nr. 1405 „Der satyrische Invalid“
Anmerkung:  Natürlich bekommt der Soldat keine Pension, und schon gar nicht von Napoleon. Blanker Sarkasmus. Siehe auch die anderen Versionen dieses Liedes.

Aus Hessen-Nassau und Westfalen, Kreis Marburg, Kreis Ziegenhain, Dillkreis u. Kreis Wittgenstein (Westfalen)
vergleiche auch Mündel, Nr. 128 „Soldat muß ich werden“ und Ditfurth II, Nr. 284 „Soldat bin ichs gewesen“

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1890)
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Anmerkungen zu "Zum Soldat bin ich geboren"

Text in neuerer Fassung (1893):

1.2: Mußt ja ziehen…
1.3. ei da hab ich
2.1. Das Exerzieren..
2.2. ach es fiel
2.3. aber ach
2.4. und jetzt macht
3.1: Als ich es nun konnte wurde ich sortiert
3.3. bei Sedan
4.2: da wurde ich kuriert und von einem Hospitale ins andere geführt
5: Als ich nun kuriert war da bekam ich Pension / fünfmal hunderttausend Taler die bekam ich zum Lohn
6: Fünfmal hunderttausend Taler die bekam ich ganz fein / sollte mir ein Mädchen nehmen, sollt’s lieben allein