Wohlauf wohlauf mit lauter Stimm

Wohlauf wohlauf mit lauter Stimm

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Wohlauf wohlauf mit lauter Stimm
tut uns der Wächter singen
wer noch bei seinem Buhlen liegt
der mach sich bald von hinnen
ich sich daher die Morgenröt
wohl durch die Wolken dringen

„Wach auf, wach auf!« mit heller Stimm
Sprach sich ein Wächter gute
Und wo zwei Lieb bei einander sein
Die halten sich in Gute
Daß ihn kein Arges widerfahr
Und ihn die Sach nit mißlinge.

Der Knab der was entschlafen gar
Und schlufen also süße
Die Jungfrau die was weise
Weckt ihn mit einem Kusse
Sie küßt ihn freuudlich an sein Mund
Jetzt geht es an ein Scheiden

Und der uns scheidet, das tut der Tod
Der scheidt uns also harte
Er scheidt doch manches Mündlein rot
Darzu mein Bulen zarte
O reicher Gott, durch deine Güt
Wir scheiden uns zwei so harte!

Der Knab woHl auf sein Rößlein sprang
Er ritt gar bald von dannen
Die Jungfrau eilt ihm nach hindan
Groß Leid stieß ihr zu handen
Reitest du hinweg (mein feiner Knab)
Mein Herz tut nach dir sinnen

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (Nr. 798)

Die erste Strophe in Reutterliedlein (1535, Nr.13) Original der Melodie hat C-Takt, „von mir, ohne eine Note zu ändern. in 3/2 und 6/4-Takt gesetzt.“ (Böhme) – weitere Quellen: Heidelberger Handschrift  343, Bl 139a, Görres 111. Zu Strophe 3 vgl. Uhland S. 386 und andere moderne Abschiedslieder
Dieselbe Melodie mit geistlichem Texte in Johann Walter Gesangbüchlein 1551, Nr. 74: „Wohlauf wohlauf mit lauter Stimm tut uns der Wächter singen, wer noch in seinen Sünden liegt, der mach sich bald von hinnen. Ich seh daher der Engelschar, ein großes Heer, wohl durch die Wolken dringen“

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema: ,
Liederzeit: (1535)