Willkommen Ihr der Freiheit Söhne (Sozialdemokratisches Bundeslied)


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Willkommen Ihr der Freiheit Söhne
im volkerlösenden Verein
laßt brausen ehrner Lieder Töne
die laut ins Ohr der Mächt´gen schrei´n
den wilden Notschrei aller Sklaven
und Recht und Brot! Um Fried und Licht!
und mit dem Lärmruf zum Gericht
erweckt die letzten, die noch schlafen

Ihr kennt die Welt-Tyrannen alle
aus deren Grab die Freiheit blüht
aus deren Flammen Trümmerfalle
der Stern der neuen Welt erglüht
Ob sie nun unter blut´gen Kronen
ob unter Mammons Götzenbild
ob unter Helm und Wappenschild
ob unter Glatz und Kutte thronen
Tod jeder Tyrannei
die Arbeit werde frei
es keim und blüh zum Völkerglück
die rote Republik

Frei endlich soll die Arbeit werden
genießen ihres Fleisches Frucht
In Not nicht länger und Beschwerden
sei sie um wen´ger Luft verflucht
Ob sie mit Schwert und Flug und Spaten
ob sie mit der Hände Schick und Kraft
ob sie mit Kunst und Wissenschaft
sich müht, die Arbeit ist verraten
Tod jeder Tyrannei
die Arbeit werde frei
es keim und blüh zum Völkerglück
die rote Republik

Zum Glück der Völker keim und blühe
der Staat des Rechts, die Republik
Ja, ihm sei Segen unsere Mühe
die Liebe unsere Politik
Und wie wir alle gleich geboren
sei gleich für alle Recht und Pflicht
und keiner sei für Freud und Licht
und seine Seligkeit verloren
Tod jeder Tyrannei
die Arbeit werde frei
es keim und blüh zum Völkerglück
die rote Republik

Die rote Republik, die rote
das Ideal der Sympathie
die nur dem einzigen Gebote
der Nächstenliebe beugt das Knie
Rot wie der Jugend Herzenswonne
rot wie des Lebens heil´ge Glut
Rot wie der Freiheitskämpfer Blut
rot wie der Schein der Morgensonne
Tod jeder Tyrannei
die Arbeit werde frei
es keim und blüh zum Völkerglück
die rote Republik

Text: Karl Weiser
Musik: auf die Melodie der Marseillaise
in Arbeiter-Liederbuch (o.J.)  – Freiheitsklänge (1909 , nur 1-3. Strophe) — Johann Most, Neuestes Proletarier-Lieder-Buch (1873) — Kampfgesang (1921) —


Liederthema: Arbeiterlieder | Freiheitslieder
Liederzeit: (1873)
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Liedergeschichte: -