Gefangen in maurischer Wüste (Rheinpfalz)

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Gefangen in maurischer Wüste
sitzt ein Krieger mit schwerem Blick
die Vöglein ihn schmerzlich grüßen
sie kehren aufs neue zurück
süße Schwalbe aus Deutschlands Gauen
bringst du keinen Gruß aus dem Vaterhause
weißt du nichts von dem Vaterland

Schon zweimal ist es Frühling geworden
und sie haben mein Fleh’n nicht erhört
Aus den traulichen Heimatorten
Ohne Gruß sind zurück sie gekehrt
süße Schwalbe aus Deutschlands Gauen
bringst du keinen Gruß aus dem Vaterhause
weißt du nichts von dem Vaterland

In der Heimat dort fern an dem Rheine
Wo die schönsten der Jahre mir floh’n
Da hörte eine Mutter man weinen
Um ihren gefangenen Sohn
Und des Vaters erloschene Tränen
quälen mich bis an des Grabes Rand
Bringt ihr keinen Gruß aus dem Vaterhause
wißt ihr nichts von dem Vaterland

Text: Verfasser unbekannt. Übertragung von „Les Hirondelles“ von Béranger.
Diese Version in: Heeger / Wüst: Die Rheinpfalz (1909, Band 2)

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