Liedergeschichte: Der Fremdenlegionär

Zur Geschichte von "Der Fremdenlegionär": Parodien, Versionen und Variationen.

„Gefangen in maurischer Wüste“ ist ein bis heute in Deutschland viel gesungener Schlager, dessen Text auf dem französischen Chanson „Les Hirondelles“ von Béranger beruht, das erstmals 1830 als Gedicht in deutscher Übersetzung erschien: „Die Schwalben“.

Bereits 1854 steht in „Das singende Deutschland“ (Album von 284 der ausgewähltesten Lieder und Romanzen mit Begleitung des Pianoforte, siebente Auflage. Druck und Verlag von Philipp Reclam junior) als Nr. 104 mit der Musik von Panseron“  „Gefangen in maurischer Wüste“ als Lied. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde das Chanson also auch auf Deutsch gesungen,

In Ernst Challier’s „Grosser Lieder Katalog“ (Dritter Nachtrag, 1890, S. 1714) –  enthaltend die neuen Erscheinungen von October 1888 bis August 1890 sowie eine Anzahl älterer bisher noch nicht aufgenommener Lieder – steht „Gefangen in maurischer Wüste“ mit der Melodie von Panseron (verstorben 1859) erschienen bei Klemm in Chemnitz.  1909 stand es in „Volkslieder aus der Rheinpfalz“.)

Carl Schnabel aus Breslau (1809-1881, Opus 89) „Zwei Lieder für eine Tenor- oder Sopran Stimme mit Begleitung des Pianoforte“. Das erste: „Der Gefangene: Gefangen in maurischer Wüste“

Captif au rivage du Maure Un guerrier, courbé sous ses fers Disait : Je vous revois encore Oiseaux ennemis des hivers Hirondelles, que l’espérance Suit jusqu’en ces brûlants climats Sans doute vous quittez la France De mon pays ne me parlez-vous pas ? Depuis trois ans je vous conjure De m’apporter un souvenir Du vallon ... Weiterlesen ... ...


In Algiers Sklaverei geraten Ein Krieger den die Kette beugt Sprach Sucht ihr denn auch diese Staaten Ihr Schwalben die der Winter scheucht Ihr Vögelchen die ahnend Hoffen trieb in des Glutstrahls Höllenlicht Seid wohl aus Frankreich eingetroffen Sprecht ihr mir von dem armen Lande nicht Ach seit drei Jahren geht mein Streben Nur einer ... Weiterlesen ... ...


So seh ich, Schwalben, euch noch einmal wieder Feldflüchtge, wenn der rauhe Winter naht So seufzte von der Ketten Last darnieder Gebeugt am Strand des Mauren ein Soldat Ihr, denen Hoffnung lächelnd nachgezogen Bis hierher wo zum Pfeile wird das Licht Gewiß aus Frankreich seid ihr hergeflogen Sprecht ihr von meinem Vaterland mir nicht Von ... Weiterlesen ... ...


Ein in Algier gefangner Krieger Von seiner Ketten Last gebeugt Sprach Seh ich euch noch einmal wieder Ihr Vögel die dem Winter weicht O Schwalben die die Hoffnung führet Bis in dies heiße Klima hier Ihr kommt doch sicherlich aus Frankreich Bringt aus der Heimat ihr kein Wörtchen mir? Ich bat euch um ein Angedenken ... Weiterlesen ... ...


Gefangen in maurischer Wüste lag ein Krieger, Wehmut im Blick Die Vöglein schmerzlich er begrüßte Sie kehrten aufs Neue zurück Teure Schwalben aus Frankreichs Gauen Zogt ihr daher zur Wüste Sand Ihr durftet jene Fluren schauen Bringt ihr mir nichts aus meinem Vaterland Schon dreimal ist’s Frühling geworden Und ihr habt mein Fleh’n nicht erhört ... Weiterlesen ... ...


Am Strand der Mauren kauert nieder Ein Krieger unter Kettenlast Und spricht Seh ich euch Schwalben wieder Die ihr den Winter flieht und haßt Die Hoffnung kommt euch nachgezogen Bis hier an diesen heißen Strand Die ihr von Frankreich hergeflogen Sagt ihr mir nichts vom teuren Heimatland Drei Jahr schon bitt ich euch vergebens Zu ... Weiterlesen ... ...


Gefangen in maurischer Wüste sitzt ein Krieger mit schwerem Blick die Vöglein ihn schmerzlich grüßen sie kehren aufs neue zurück süße Schwalbe aus Deutschlands Gauen bringst du keinen Gruß aus dem Vaterhause weißt du nichts von dem Vaterland Schon zweimal ist es Frühling geworden und sie haben mein Fleh’n nicht erhört Aus den traulichen Heimatorten ... Weiterlesen ... ...


Gefangen in maurischer Wüste liegt ein sterbender Fremdenlegionär Die Augen nach Norden gerichtet seine Heimat, die sieht er nicht mehr Teure Schwalben aus Frankreichs grünen Auen bringt mir den Gruß aus fernem Heimatland Ach wär´s mir doch vergönnt, die Heimatflur zu schauen, bringt mir den Gruß aus fernem Heimatland Schon zweimal ist´s Frühling geworden er ... Weiterlesen ... ...