So schön wie eine Rose (Die Entehrte)

So schön wie eine Rose (Die Entehrte)

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So schön wie eine Rose
die auf dem Stengel erblüht
so schön ist auch ein Jungfräulein
wenn sie ihr Kränzchen aufzieht

So falsch wie eine Schlange
Die auf der Erde umkriecht
So falsch ist auch ein Junggeselle
Wenn er sein Mädchen verführt

Und wenn er sie verführet hat
Auf freier Straß läßt er sie stehn
Dann denkt das Mädchen in seinem Sinn:
Wo soll ich nun weiter hingehn?

In einem fremden Städtchen
Wer nimmt sich meiner an?
Ich darf es Niemand erzählen
dass ich noch Eltern Hab

Ach hätte mich meine Mutter
Als ich geboren war
Ein Stein an Hals gebunden
Ins tiefste Meer versenkt!

So wär ich gleich gestorben
Als ein unschuldigs Blut,
Und hätt auch nie erfahren.
Was falsche Liebe tut

Text und Musik: Verfasser unbekannt
bei Lewalter III, Nr. 12 (aus Niederhessen), daher in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 714a „Die Entehrte)

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema: ,
Liederzeit: (1880)

Region:


Anmerkungen zu "So schön wie eine Rose (Die Entehrte)"

Anmerkung von Erk / Böhme: „Dieselbe Melodie, aber durchweg nach Moll versetzt, fand ich in Dr. Arnold’s Nachlasse auf einem Blatte von Zuccalmaglio’s Hand. War diese Versetzung ein Kunststückchen von Z. oder hat er sie am Niederrhein, wo man sonst noch mehr Mollweisen hörte, so gefunden ? bleibt fraglich, — Jedenfalls wurde Moll zu dem düsteren Liede schrecklicher als alle vorhandenen Durmelodien.“