Schubart (Christian Daniel Friedrich Schubart)


Auf auf ihr Brüder und seid stark (Das Kaplied)

Auf, auf! ihr Brüder und seid stark der Abschiedstag ist da! Schwer liegt er auf der Seele, schwer Wir sollen über Land und Meer ins heiße Afrika Ein dichter Kreis von Lieben steht, ihr Brüder, um uns her: Uns knüpft so manches theure Band An unser deutsches Vaterland, Drum fällt der Abschied schwer. Dem bieten graue Eltern noch Zum letzten

Auswandererlieder | Liederzeit: | | 1787


Da liegen sie die stolzen Fürstentrümmer (Die Fürstengruft)

Da liegen sie, die stolzen Fürstentrümmer, Ehmals die Götzen ihrer Welt! Da liegen sie, vom fürchterlichen Schimmer Des blassen Tags erhellt! Die alten Särge leuchten in der dunklen Verwesungsgruft, wie faules Holz; Wie matt die großen Silberschilde funkeln, Der Fürsten letzter Stolz! Entsetzen packt den Wandrer hier am Haare, geußt Schauer über seine Haut, Wo Eitelkeit, gelehnt an eine Bahre,

Gedichte | Politische Lieder | Liederzeit: | 1780


Der Preußen Losung ist die Drei

Der Preußen Losung ist die Drei Und wie dies recht zu deuten sei Will ich hier schlicht erzählen Es sind drei Dinge stark und zart Entsprossen aus der Landesart Die wir zur Losung wählen Das Erste ist des Preußen Schwerdt Bereit zum Schirm für Thron und Herd Zum Kampf auf Tod und Leben Wir müssen muthig weiter geh n Noch

Deutschlandlieder | Liederzeit: | , | 1857


Einst hat mir mein Leibarzt geboten (Trinklied)

Einst hat mir mein Leibarzt gebotenStirb, oder entsage dem Weindem Weissen sowohl als dem Rotensonst wird es dein Untergang sein Ich hab´ es ihm heilig versprochen,auf etliche Jahre zwar nur;doch nach so zwei schrecklichen Wochen,vergass ich den albernen Schwur Wie trefflich bekam mir die Speise,wie schlief ich so ruhig in der Nacht,wie war ich so munter, so weise,so fröhlich zum

Trinklieder | Liederzeit: | 2006


Heute scheid ich morgen wander ich

Heute scheid ich, morgen wander ich keine Seele weint um mich Sind´s nicht diese, sind´s doch andre die da trauern, wenn ich wandre: holder Schatz, ich denk´ an dich Auf dem Bachstrom hängen Weiden in den Tälern liegt der Schnee. Trautes Kind, ich muss scheiden muss nun unsre Heimat meiden tief im Herzen tut´s mir weh. Hunderttausend Kugeln pfeifen über meinem

Soldatenlieder | Liederzeit: , | 2006


Ich Mädchen bin aus Schwaben (Das Schwabenmädchen)

Ich Mädchen bin aus Schwaben, Und braun ist mein Gesicht; Der Sachsenmädchen Gaben Besitz‘ ich freilich nicht Die können Bücher lesen, Den Wieland, und den Gleim; Und ihr Gezier und Wesen Ist süß wie Honigseim. Der Spott, mit dem sie stechen, Ist scharf wie Nadelspitz; Der Witz, mit dem sie sprechen, Ist nur Romanenwitz. Mir fehlt zwar diese Gabe, Fein

Gedichte | Liederzeit: | 1775


In einem Bächlein helle (Die Forelle)

In einem Bächlein helle, Da schoß in froher Eil Die launische Forelle Vorüber wie ein Pfeil Ich stand an dem Gestade Und sah in süßer Ruh Des muntern Fischleins Bade Im klaren Bächlein zu. Ein Fischer mit der Rute Wohl an dem Ufer stand, Und sah’s mit kaltem Blute, Wie sich das Fischlein wand. So lang dem Wasser Helle, So

Lieder vom Tod | Politische Lieder | Liederzeit: | 1828


Mit jammervollem Blicke (Der Bettelsoldat)

Mit jammervollem Blicke, Von tausend Sorgen schwer, Hink‘ ich an meiner Krücke In weiter Welt umher Gott weiß, hab viel gelitten, Ich hab‘ so manchen Kampf In mancher Schlacht gestritten, Gehüllt in Pulverdampf. Sah manchen Kameraden An meiner Seite tot Und mußt´ im Blute waten Wenn es mein Herr gebot Mir drohten oft Geschütze Den fürchterlichsten Tod Oft trank ich

Soldatenlieder | Liederzeit: , | 1781


O wunderbares Glück (Soldatenschicksal)

O wunderbares Glück! Denk doch einmal zurück: Was hilft mir mein Studieren viel Schulen absolvieren? Bin doch ein Sklav, ein Knecht. O Himmel ist das recht? Vor diesem konnt‘ ich gehn, so weit mein Aug‘ mocht‘ sehn; jetzt hat sich’s ganz verkehret, die Schildwach mir verwehret den freien Lauf ins Feld: O du verkehrteWelt! Schildwache muss ich stehn, davon darf

Soldatenlieder | Liederzeit: | | 1800


Schlaf wohl du Himmelsknabe

Schlaf wohl, du Himmelsknabe du Schlaf wohl du süßes Kind Dich fächeln Engelein in Ruh Mit sanftem Himmelswind Wir armen Hirten singen dir Ein herzig´s Wiegenliedchen für: Schlafe, schlafe Himmelssöhnchen, schlafe Maria hat mit Mutterlieb Dich leise zugedeckt Und Joseph hält den Hauch zurück Daß er dich nicht erweckt Die Schäflein, die im Stalle sind Verstummen vor dir, Himmelskind: Schlafe,

Weihnachtslieder | Liederzeit: | 1786