Schiller (Friedrich Schiller)


Ach aus dieses Tales Gründen (Sehnsucht)

Ach, aus dieses Tales Gründen, Die der kalte Nebel drückt Könnt ich doch den Ausgang finden Ach, wie fühlt ich mich beglückt Dort erblick ich schöne Hügel Ewig jung und ewig grün Hätt ich schwingen, hätt ich Flügel Nach den Hügeln zög ich hin Harmonien hör ich klingen Töne süßer Himmelsruh Und die leichten Winde bringen Mir der Düfte Balsam

Auswandererlieder | Liederzeit: | 1803


An der Quelle saß der Knabe

An der Quelle saß der Knabe, Blumen band er sich zum Kranz und er sah sie fortgerissen treiben in der Wellen Tanz! Und so fliehen meine Tage wie die Quelle rastlos hin! Und so schwindet meine Jugend, wie die Kränze schnell verblühn Fraget nicht, warum ich traure in des Lebens Blütenzeit! Alles reget sich und hoffet, wenn der Frühling sich

Liebeslieder | Liederzeit: | 1803


Der Eichenwald brauset (Des Mädchens Klage)

Der Eichenwald brauset Die Wolken ziehn Das Mägdlein sitzet An Ufers Grün Es bricht sich die Welle mit Macht, mit Macht Und sie seufzt hinaus in die finstre Nacht Das Auge vom Weinen getrübet „Das Herz ist gestorben Die Welt ist leer Und weiter gibt sie Dem Wunsche nichts mehr. Du Heilige, rufe dein Kind zurück, Ich habe genossen das

Liebeskummer | Liederzeit: | 1799


Die hessischen Söldner bei Schiller

Kammerdiener: Seine Durchlaucht der Herzog empfehlen sich Mylady zu Gnaden,und schicken Ihnen diese Brillianten zur Hochzeit.Sie kommen soeben erst aus Venedig. Lady: (hat das Kästchen geöffnet und fährt erschrocken zurück):Mensch!Was bezahlt dein Herzog für diese Steine? Kammerdiener:(mit finsterem Gesicht): Sie kosten ihn keinen Heller. Lady: Was? Bist du rasend? Nichts? – und (indem sie einen Schritt von ihm wegtritt) du

Auswandererlieder | Liederzeit: | 1783


Ein freies Leben führen wir

Ein freies Leben führen wir Ein Leben voller Wonne, Der Wald ist unser Nachtquartier, Bei Sturm und Wind marschieren wir Der Mond ist unsre Sonne. Heut kehren wir bei Pfaffen ein, Bei reichen Pächtern morgen Da gibts Dukaten, Bier und Wein, Was drüber ist, das lassen wir fein, Den lieben Herrgott sorgen Und haben wir im Rebensaft Die Gurgel ausgebadet

Freiheitslieder | Raub-Mord-Totschlag | Liederzeit: | | 1782


Es donnern die Höhen es zittert der Steg

Es donnern die Höhen es zittert der Steg Nicht grauet dem Schützen auf schwindlichtem Weg Er schreitet verwegen auf Feldern von Eis Da pranget kein Frühling da grünet kein Reis Und unter den Füßen ein neblichtes Meer Erkennt er die Städte der Menschen nicht mehr Durch den Riß nur der Wolken Erblickt er die Welt Tief unter den Wassern Das

Bergsteigerlieder | Liederzeit: | 1804


Es reden und träumen die Menschen

Es reden und träumen die Menschen viel von besseren künftigen Tagen; nach einem glücklichen goldenen Ziel sieht man sie rennen und jagen. Die Welt wird alt und wird wieder jung doch der Mensch hofft immer Verbesserung Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein sie umflattert den fröhlichen Knaben, den Jüngling locket ihr Zauberschein sie wird mit dem Greis nicht begraben;

Lieder von Alt und jung | Liederzeit: | 1804


Freude schöner Götterfunken

Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, Wir betreten Feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum! Deine Zauber binden wieder, Was die Mode streng geteilt. Alle Menschen werden Brüder, Wo dein sanfter Flügel weilt. Seid umschlungen, Millionen! Diesen Kuß der ganzen Welt! Brüder, überm Sternenzelt Muß ein lieber Vater wohnen Wem der große Wurf gelungen, Eines Freundes Freund zu sein, Wer ein holdes Weib

Weisheit | Liederzeit: | | 1800


Freude schöner Götterfunken (1785)

Freude, schöner Götterfunken Tochter aus Elisium Wir betreten feuertrunken Himmlische, dein Heiligtum Deine Zauber binden wieder was der Mode Schwert geteilt Bettler werden Fürstenbrüder wo dein sanfter Flügel weilt Chor: Seid umschlungen Millionen Diesen Kuß der ganzen Welt Brüder – überm Sternenzelt muß ein lieber Vater wohnen Wem der große Wurf gelungen eines Freundes Freund zu sein wer ein holdes

Freiheitslieder | Trinklieder | Liederzeit: | 1785


Herr Schmidt Herr Schmidt wir haben eine Bitt

Herr Schmidt Herr Schmidt wir haben eine Bitt auf Freiersfüßen kommen wir man sagt, es sind viel Töchter hier Ja, ja, Ja ja ich bin der Herr Papa fünfzehn Mädel hab ich nur von jedem Jahrgang eine Spur Herr Schmidt, Herr Schmidt was kriegt Rosalia mit? Einen Schleier und einen Federhut Es steht dem Mädel gar zu gut Herr Schmidt,

Brautlieder | Kinderlieder | Tanzlieder | Liederzeit: | 1830