Eichendorff (Josef Freiherr von)

17 Lieder von Eichendorff (Josef Freiherr von)

Eichendorff gehört zu den meist vertonten deutschsprachigen Dichtern. Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde am 10. März 1788 bei Ratibor in Oberschlesien geboren. Er starb am 26. November 1857 in Neiße (Oberschlesien).


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Bei dem angenehmsten Wetter (Der zufriedene Student)

Bei dem angenehmsten Wetter Singen alle Vögelein, Klatscht der Regen auf die Blätter, Sing ich so für mich allein. Denn mein Aug kann nichts entdecken, Wenn der Blitz auch grausam glüht, Was im Wandern könnt erschrecken Ein zufriedenes Gemüt. Frei von Mammon will ich schreiten Auf dem Feld der Wissenschaft, Sinne ernst und nahm zu Zeiten Einen Mund voll Rebensaft.

Studentenlieder | Liederzeit: | 1843


Das Kind ruht aus vom Spielen

Das Kind ruht aus vom Spielen Am Fenster rauscht die Nacht Die Engel Gottes im Kühlen Getreulich halten Wacht Am Bettlein still sie stehen Der Morgen graut noch kaum Sie küssen´s, eh sie gehen Das Kindlein lacht im Traum Text: Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) Musik: auf die Melodie von Kein Tierlein ist auf Erden in Lieder für höhere Mädchenschulen

Geistliche Lieder | Schlaflieder | | 1857


Durch Feld und Buchenhallen (Wanderlied)

Durch Feld und Buchenhallen bald singend und bald fröhlich still recht lustig sei vor allem wer´s Reisen wählen will Wenn´s kaum im Osten glühte die Welt noch still und weit, da weht recht durchs Gemüte die schöne Blütenzeit Die Lerch´ als Morgenbote sich in die Lüfte schwingt eine frische Reisenote durch Wald und Herz erklingt O Lust, vom Berg zu

Wanderlieder | Liederzeit: | | 1836


Es ist schon spät es wird schon kalt (Lorelei)

Es ist schon spät, es wird schon kalt was reit´st du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein du schöne Braut, ich führ dich heim! Gross ist der Männer Trug und List vor Schmerz mein Herz gebrochen ist; wohl irrt das Waldhorn her und hin o flieh! Du weisst nicht, wer ich bin. So reich geschmückt

Liebeskummer | Liederzeit: | 1812


Es schienen so golden die Sterne

Es schienen so golden die Sterne am Fenster ich einsam stand und hörte aus weiter Ferne ein Posthorn im stillen Land. Das Herz mir im Leib entbrennte da hab´ ich heimlich gedacht: Ach, wer da mitreisen könnte in der prächtigen Sommernacht! Zwei junge Gesellen gingen vorüber am Bergeshang, ich hörte im Wandern sie singen die stille Gegend entlang: von schwindelnden

Sommerlieder | Liederzeit: | , | 1843


Es war als hätt der Himmel

Es war, als hätt der Himmel die Erde still geküßt, daß sie im Blütenschimmer nun von ihm träumen müßt Der wind ging durch die Felder die Ähren wogten sacht es rauschten leis die Wälder so sternklar war die Nacht Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande als flöge sie nach Haus Text: Joseph Freiherr

Abendlieder | Liederzeit: | 1870


Ich hör die Bächlein rauschen

Ich hör´ die Bächlein rauschen im Walde her und hin. Im Walde, in dem Rauschen ich weiss nicht, wo ich bin. Die Nachtigallen schlagen hier in der Einsamkeit, als wollten sie was sagen von alter schöner Zeit. Die Mondesschimmer fliegen als säh’ ich unter mir das Schloss im Tale liegen und ist doch so weit von hier! Als müsste in

Liebeskummer | Trauerlieder | Liederzeit: | 1856


In einem kühlen Grunde

In einem kühlen Grunde da geht ein Mühlenrad Mein Liebchen ist verschwunden das dort gewohnet hat Sie hat mir Treu´ versprochen, Gab mir ein´ Ring dabei Sie hat die Treu´ gebrochen, das Ringlein sprang entzwei Ich möcht als Spielmann reisen Wohl in die Welt hinaus Und singen meine Weisen Und geh von Haus zu Haus Ich möcht’ als Reiter fliegen

Liebeskummer | Liederzeit: | | 1814


Mich brennts in meinen Reiseschuhn

Mich brennt´s in meinen Reiseschuh´n fort mit der Zeit zu schreiten was wollen wir agieren nun vor soviel klugen Leuten Es hebt das Dach sich von dem Haus und die Kulissen rühren und strecken sich zum Himmel raus Strom, Wälder musizieren Da gehn die einen müde fort Die andern nahn behende Das alte Stück man spielt´s so fort Und kriegt

Wanderlieder | Liederzeit: , | | 1942


Mit frohem Mut und heiterm Sinn (1838)

Mit frohem Mut und heiterm Sinn Zog ich nach dem Brocken hin Doch daselbst kaum angekommen Ward mir gleich der Muth genommen Denn Wolken zogen rings umher Es war ein wahres Nebelmeer Jedoch, weil Hoffnung mir gemacht Blieb ich noch hier die ganze Nacht Und wartete mit Freuden Daß die Sonne sollte scheinen Doch die Sonne schien mir nicht Und

Wanderlieder | Liederzeit: | | 1838