Eichendorff (Josef Freiherr von)

Oh wunderbares tiefes Schweigen

Oh wunderbares, tiefes Schweigen,wie einsam ist`s doch auf der Welt!Die Wälder nur sich leise neigen,als ging der Herr durchs stille Feld.     Ich fühl mich recht wie neu erschaffen.Wo ist die Sorge, wo die Not?Was mich noch gestern wollt erschlaffen-ich schäm mich des im Morgenrot. Die Welt mit ihrem Gram und Glückewill ich,ein Pilger, frohbereitbetreten nur …

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Geistliche Lieder | | 2005

Mich brennts in meinen Reiseschuhn

Mich brennt´s in meinen Reiseschuh´n fort mit der Zeit zu schreiten was wollen wir agieren nun vor soviel klugen Leuten Es hebt das Dach sich von dem Haus und die Kulissen rühren und strecken sich zum Himmel raus Strom, Wälder musizieren Da gehn die einen müde fort Die andern nahn behende Das alte Stück man …

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Wanderlieder | | 1942

Es war als hätt der Himmel

Es war, als hätt der Himmel die Erde still geküßt, daß sie im Blütenschimmer nun von ihm träumen müßt Der wind ging durch die Felder die Ähren wogten sacht es rauschten leis die Wälder so sternklar war die Nacht Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande als flöge sie …

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Abendlieder | 1870

Zur ewigen Ruh sie sangen

Zur ewgen Ruh´ sie sangen die schöne Müllerin, die Sterbeglocken klangen noch übers Waldgut hin. Da steht ein Fels so kühle, wo keine Wandrer gehn, noch einmal nach der Mühle wollt dort der Jäger sehn. Die Wälder rauschten leise sein Jagen war vorbei, der blies so irre Weise als müsst‘ das Herz entzwei. Und still …

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Jägerlieder | Trauerlieder | 1857

Das Kind ruht aus vom Spielen

Das Kind ruht aus vom Spielen Am Fenster rauscht die Nacht Die Engel Gottes im Kühlen Getreulich halten Wacht Am Bettlein still sie stehen Der Morgen graut noch kaum Sie küssen´s, eh sie gehen Das Kindlein lacht im Traum Text: Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) Musik: auf die Melodie von Kein Tierlein ist auf Erden …

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Geistliche Lieder | Schlaflieder | 1857

O du stille Zeit

O du stille Zeit, Kommst, eh wir´s gedacht über die Berge weit, über die Berge weit Gute Nacht! In der Einsamkeit rauscht es nun sacht, Über die Berge weit, über die Berge weit, Gute Nacht! Text: Joseph v. Eichendorff (1788-1857) Musik: Cesar Bresgen (1913-1988) in Der Kreis () — Die Mundorgel (1953)

Abendlieder | 1857

Ich hör die Bächlein rauschen

Ich hör´ die Bächlein rauschen im Walde her und hin. Im Walde, in dem Rauschen ich weiss nicht, wo ich bin. Die Nachtigallen schlagen hier in der Einsamkeit, als wollten sie was sagen von alter schöner Zeit. Die Mondesschimmer fliegen als säh‘ ich unter mir das Schloss im Tale liegen und ist doch so weit …

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Liebeskummer | Trauerlieder | 1856

Es schienen so golden die Sterne

Es schienen so golden die Sterne am Fenster ich einsam stand und hörte aus weiter Ferne ein Posthorn im stillen Land. Das Herz mir im Leib entbrennte da hab´ ich heimlich gedacht: Ach, wer da mitreisen könnte in der prächtigen Sommernacht! Zwei junge Gesellen gingen vorüber am Bergeshang, ich hörte im Wandern sie singen die …

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Sommerlieder | , | 1843

Bei dem angenehmsten Wetter (Der zufriedene Student)

Bei dem angenehmsten Wetter Singen alle Vögelein, Klatscht der Regen auf die Blätter, Sing ich so für mich allein. Denn mein Aug kann nichts entdecken, Wenn der Blitz auch grausam glüht, Was im Wandern könnt erschrecken Ein zufriedenes Gemüt. Frei von Mammon will ich schreiten Auf dem Feld der Wissenschaft, Sinne ernst und nahm zu …

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Studentenlieder | 1843

O Täler weit o Höhen

O Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächt´ger Aufenthalt. Da draußen, stets betrogen, Saust die geschäft´ge Welt; Schlag noch einmal die Bogen, Um mich, du grünes Zelt. Wenn es beginnt zu tagen, Die Erde dampft und blinkt, Die Vögel lustig schlagen, Daß dir dein Herz erklingt: Da mag …

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Heimatlieder | | 1843