Ich ging in Vaters Gärtelein

Volkslieder » Liebeslieder

mp3 anhören"Ich ging in Vaters Gärtelein" zum Anhören, als Download, als Buch oder als CD bei Amazon

Ich ging in Vaters Gärtelein
ich legt mich nieder und schlief
da träumte mir ein Träumelein
als schneit es über mich

Und da ich nun erwachte
da war es aber nicht
da warns die roten Röselein
die blühten über mich

Ich brach mir eines abe
zu einem Ehrenkranz
ich nahms der Liebsten mitte
zu einem Ehrentanz

Und da der Tanz im Besten war
da war das Geigen aus
da soll ich mir nun mein Schatz heimführn
und hab kein eigen Haus

Ein Häuslein will ich mir bauen
von Rosn und Rosmarin
und will mirs wohl bestecken
mit roten Röselin

Und wenn ichs nun werd fertig han
beschert mir Gott was nein
dass ich zu Jahr kann sprechen
das Häuslein das ist mein!

Text und Musik: Verfasser unbekannt, mündlich, aus Schlesien. Am Fuß der Schneekoppe.
Deutscher Liederhort (1856, Nr. 154a „Ich ging ins Vaters Gärtelein“)

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1802)

Anmerkungen zu "Ich ging in Vaters Gärtelein"

Text;

  • 3. Mitte, mhd. mite, mitte, mit. –
  • 6. Zu Jahr, mhd. ze jâre, übers Jahr.

"Ich ging in Vaters Gärtelein" in diesen Liederbüchern

J. E. Biester, „Neue Berlinische Monatschrift. 8. B. 1802. Berlin u. Stettin.“ S. 280. (Hier aus der schlesischen Mundart ins Hochdeutsche übertragen.) – Vgl. auch Meinert’s Volksl. S. 93. (Str. 7 erinnert an ein Lied bei Uhland. II, 750.) u. Hoffmanns v. F. „Schlesische Volkslieder.“ S. 166.)

.