In meines Vaters Garten da lag ich und schlief

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In meines Vaters Garten da lag ich und schlief

In meines Vaters Garten
da lag ich und ich schlief
da träumte mir ein Träumelein
als schneit es über mich

Und da ich nun erwachte.
Da war es aber nichts:
Es waren die roten Rosen
Sie blühten über mir

Ich brach mir ab ein Zweiglein
Ich band mir einen Kranz
Ich gab ihn meiner Herzliebsten,
Auf dass sie mit mir tanzt

Und wie der Tanz am besten war
So war das Geigen aus
Wir wollten beide Heimgehn,
Wir hatten keins kein Haus.

Da baut ich mir ein Häuselein
von Petersilie grün
Mit gelben Lilien deckt ichs mir
Mit roten Röslein schön.

Und eenn ichs nun werd fertig han,
Bescher‘ mir Gott‘ was ’nein
Dass ich zu Jahr kann sprechen
Das Häuslein das ist mein

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 454c)
Aus Schlesien: Hoffmann, Schlesische Volkslieder Nr. 143. —

Geschichte dieses Liedes:


Liederthema:
Liederzeit: (1842)
Schlagwort: |
Region:

Anmerkungen zu "In meines Vaters Garten da lag ich und schlief"

Ein ähnliches Traumlied aber von Zuccalmaglio stark überarbeitet, mit schöner Melodie bei Kretzschmer, VL. II, 88.:

Das Mädchen in Brunngarten ging,
Und setzte sich nieder und schlief
Da hatt‘ es einen schweren Traum
Von seinem schönen Herzlieb

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