Ich denke dein (Nähe des Geliebten)

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Ich denke dein (Nähe des Geliebten)

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Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt
Im stillen Haine geh‘ ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt

Ich bin bei dir; du seist auch noch so ferne
Du bist mir nah
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne
O, wärst du da

Text: Johann Wolfgang von Goethe (1795)
Musik: Ludwig van Beethoven (1800)
in Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895)

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1795)

Anmerkungen zu "Ich denke dein (Nähe des Geliebten)"

Gedruckt zuerst in Schiller’s Musenalmanach (1796 S 5). Veranlaßt durch vorangehendes Lied der Friedericke Brun (1791). Goethes Lied erschien auch a. a. Ort mit derselben Melodie die Fr. Reichardt für das im gleichen Versmaß gedichtete Lied der Brun komponiert hatte. Beethoven’s Melodie entstand 1800. Er schrieb sie ins Stammbuch der Gräfinnen Josephine Deym und Therese Brunswick (s. Thayer Chronolog. Verzeichnis der Werke Beethoven’s, Berlin 1865, S. 38)

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