Bremer Stadtmusikanten

Herr Malmstein er träumt einen Traum in der Nacht

Herr Malmstein er träumt einen Traum in der Nacht
Ihm träumte daß das Herz seiner Liebsten zersprang

Herr Malmstein er ruft seinen Dienern im Schloß
Steht auf und sattelt mir mein graues Roß

Steht auf und sattelt mir den Traber grau
Will reiten zu meiner lieben Braute

Herr Malmstein er ritt unterm Rosenchor
Da standen zw kleine Dirnen davor

Die eine mit blauer Schürze sprach
Herr Malmstein wird fühlen viel Weh und Ach

Er sprach zu der andern mit der Schürze roth
Und wer ist denn krank und wer ist denn todt

Und keiner ist krank und keiner ist todt
Als Herm Malmsteins Braut so rosenroth

Herr Malmstein er ritt zum Hofe hinauf
Da sah er die Bahr und die Leiche drauf

Herr Malmstein hastig vom Rosse sprang
Und hebet so leicht die Leichenstang

Herr Malmstein strich sich die fünf Goldringe
Er gab sie denen so da graben sollten und klingeln

Ihr grabet das Grab mir so breit und lang
Und hier soll sein unser Spaziergang

Herr Malmstein er wurde so bleich und roth
Er stach sich ins Herz er stach sich zutodt

Text und Musik: Verfasser unbekannt – „Herrn MalmsteinS Traum“ in Svenska Folkvisor 3, 104-106, übersetzt von Mohnike, Altschwedische Balladen 49-50.

Ähnlich die das Lied von:

Herzog Nils

(nach einer Aufzeichnung aus Ostergothland in Arwidsson´s Svensk  Fornsanger 2, 21-23)

Dem Herzoge träumt von seiner Braut. Ein Vogel setzte sich ihm auf´s Dach und sang immerzu. Herzog Nils konnte keine Ruhe vor ihm gewinnen und wollte ihn endlich erschießen:

Und lieber Herzog Nils und du schieß nun nicht nach mir
Das war deine schöne Jungfrau die sandte mich zu dir

Der Herzog besteigt sein Roß und reitet zu seiner Braut. Unterwegs hört er dumpf die Glocken läuten Er fragt alle, die ihm begegnen, wem das gelte. Da hört er endlich, das ist um Herzog Nils liebe Braut. Darauf begegnen ihm die Totengräber, die er mit seinen Goldringen beschenkt:

Und grabet nun das Grab beides tief und lang
Und soll´n wir beide haben unsern Spaziergang
Und grabet nun das Grab beides tief und breit
Hier sollen wir spazieren gehn alle beid

Darauf begegnet ihm die Bahre. Er läßt die Träger halten, beschenkt seine Braut mit Goldschmuck und schneeweißen Handschuhen und sticht sich sein Schwert ins Herz.

Da wachset eine Lind auf beider Grab
Die stehet allda bis zum jüngsten Tag
Die Linde sie wächst übers Kirchendach
Das eine Blatt nimmt das andre in Arm.

Beide Überlieferungen aus dem Schwedischen werden in Schlesische Volkslieder (1841) von Hoffmann von Fallersleben angeführt als verwandt mit „Es spielt ein Ritter mit seiner Magd

 

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Liederthema: Balladen
(1841)
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