Durchs Wiesetal gang i jetzt na

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Durchs Wiesetal gang i jetzt na

Durchs Wiesetal gang i jetzt na
brech lauter Batenke dorna
Batenke muß ich breche
schöns Sträußle drauß mache
aus lauter Batenken und Klee
i han ja koi Schätzele meh

Und wenn i koi Schätzle mehr hab
warum liegts dann net in seim Grab
Trät zum Grab ja mit Klage
schöns Sträußlein trage
aus welke Batenken und Klee
i han ja koi Schätzele meh

Ach, s lebt ja und ischt mir net treu
und i weiß jetzt ischt alles vorbei
und die Rosen und die Nelke
müsset traurig verwelke
verwelken Batenken und Klee
i han ja koi Schätzele meh

Text und Musik: Verfasser unbekannt (Text der 2. u. 3. Strophe Fischer)

1. Strophe Verfasser unbekannt , 2. u. 3. Strophe von einem gewissen Fischer, Seminarist bei Friedrich Silcher, gedichtet – Melodie aus Tübingen und Schwaben nach Friedrich Silcher –

Abweichungen im Text

Die Melodie und erste Strophe aus dem Schwarzwalde, 1854 im Kinzigtal und vielen Orten an der Grenze zwischen Württemberg und Baden von der Dorfjugend Abends gesungen und dort aufgezeichnet vom Tübinger Student K. Rüdinger: Jetz gang i durchs Wiesetal na

Derselbe, später Lehrer in Frankfurt a. M. hat sie mir 1885 mitgeteilt und dabei erzählt, dass er sie auch an Silcher übergeben habe, der sich noch zwei Strophen vom damaligen Seminaristen Fischer hinzudichten ließ und das Ganze mit dem Anfange: „Durchs Wiesethal gang i na“ in sein „Volkslieder für Männerstimmen, 12. Heft Str. 7 aufnahm. (Diesen Text s. oben.)

"Durchs Wiesetal gang i jetzt na" in diesen Liederbüchern

u.a. Schwäbisches Soldaten-Liederbuch (ca. 1900) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Zupfgeigenhansl (1908) — Volkslieder für Heim und Wanderung (1914) — Deutsches Lautenlied (1914) — Württembergische Volkslieder (1929) —

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