An eines Bächleins Ufer stand (Der fromme Hirt)

An eines Bächleins Ufer stand ein Bäumchen schlank und kraus Hier kor am weichbemoosten Rand ein Hirt sein Plätzchen aus Im Blattgesäusel mild und kühl umweht´ ihn süße Ruh Und freundlich nickt im Wellenspiel des Bäumchens Bild ihm zu. Doch ach! Vom Hochgebirge quoll des Wassers trübe Flut und auch im Tale braust´ und schwoll hoch auf des Bächleins Wut

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Dort unten in der Mühle

Dort unten in der Mühle saß ich in süsser Ruh und sah dem Räderspiele und sah den Wassern zu Sah zu der bangen Säge es war mir wie ein Traum, die bahnte lange Wege in einen Tannenbaum Die Tanne war wie lebend in Trauermelodie durch alle Fasern bebend sang diese Worte sie “Du kehrst zur rechten Stunde o Wanderer, hier

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Wenn die Schwalben heimwärts ziehn (Scheiden tut weh)

Wenn die Schwalben heimwärts ziehn wenn die Rosen nicht mehr blühn, wenn der Nachtigall Gesang mit der Nachtigall verklang, fragt das Herz im bangen Schmerz Ob ich euch wohl wiederseh? Scheiden, ach Scheiden Scheiden tut weh! Wenn die Schwäne südwärts ziehn dorthin, wo Orangen blühn, wenn das Abendrot versinkt durch die grünen Wipfel blinkt, fragt das Herz im bangen Schmerz

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Denkt Ihr daran Ihr deutschen Bundesfürsten

Denkt Ihr daran Ihr deutschen Bundesfürsten wer euch befreit aus tiefer Not Wer half die blut´ge Schmach vom Purpur bürsten denkt ihr daran und werdet ihr nicht rot Text: Fragment eines Gedichtes von Wilhelm Jordan auf das gebrochene Verfassungsversprechen der Fürsten beim “Wiener Kongress” 1815 – Musik: Vorlage war das Lied von Holtei “Denkst du daran mein Tapferer Lagienka” (1825)

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