Ach ach ich armes Klosterfräulein (1807)

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Ach ach ich armes Klosterfräulein

Ach, ach, ich armes Klosterfräulein
O Mutter, was hast du gemacht
Der Lenz ging am Gitter vorüber,
Hat mir kein Blümlein gebracht

Ach, ach, wie weit, wie weit hier unten
Zwei Schäflein gehen im Tal
Viel Glück, ihr Schäflein, ihr sehet
Den Frühling zum ersten Mal

Ach, ach, wie weit, wie weit hier oben
Zwei Vöglein, fliegen in Ruh
Viel Glück, ihr Vöglein ihr flieget
Der besseren Heimat zu

Text: Justinus Kerner (1806)
Musik: Silcher (um 1827)

Der Text zuerst in v. Seckendorf’s Musenalmanach für das Jahr 1807, Nr 5, S 141. Die Melodie um 1827 gedruckt in  Silchers Volksliedern für Männerstimmen, III Heft Nr 4. Ohne Angabe des Dichters. Daher abgedruckt bei Kretzschmer I Nr 109 als altes Volkslied. Wieder als Volkslied aus dem Odenwald mitgeteilt von Wilhelmine v Plönnies in Wolf’s Zeitschrift für Mythologie I S. 94
in Volkstümliche Lieder der Deutschen, 1895, Nr. 487)

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