Zwei Herzen im Leben gar schön sich ergeben

Nichts Schöners als Treu

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Zwei Herzen im Leben gar schön sich ergeben

Zwei Herzen im Leben
gar schön sich ergeben
wenn sie es verstehen
und recht zusammen gehen
so kann ja auf Erden
aus zwei Herzn Eins werden
sie sagen, es sei
nichts Schöners als Treu

Die Perlen, Korallen
die können zwar prahlen
die Perlen, Rubinen
die können das rühmen
sie können zwar trutzen
ihr Schönheit aufputzen
sie sagen, es sei
nichts Schöners als Treu

Frag alle Bekannte
frag alle Verwandte
frag alle Verliebte
frag alle Betrübte
frag Himmel und Erden
frag, was kann gefragt werden
sie sagen, es sei
nichts Schöners als Treu

Nun sei es beschlossen
ganz treu, unverdrossen
dir will ich mein Leben
ganz treu untergeben
und den du wirst fragen
der kann dirs gleich sagen
daß Schöners nichts sei
als bleiben getreu

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Deutscher Liederhort (1856, Nr. 156 „Nichts Schöners als Treu“) und Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 549)

Text nach einem fliegenden Blatt, 8° „Acht kurzweilige weltliche Lieder“. Gedr. 1786. Das 3. —
Ein anderes fliegendes Blatt: .Sechs schöne Neue Lieder‘ (um 1800).

Zweite Melodie zu "Zwei Herzen im Leben gar schön sich ergeben"

Zweite Melodie zu Zwei Herzen im Leben gar schön sich ergeben
Die Noten minimal anders in Liederhort II Nr. 549

Anmerkungen zu "Zwei Herzen im Leben gar schön sich ergeben"

In einem Glückwünschungsgedicht vom 15. Aug. 1725, welches der Straßburger Organist Franciscus Joseph Schmid der damals neuvermählten Königin von Frankreich überreichte, kommen als Unterschrift zu einem Sinnbilde folgende Worte vor: „Wann Zwei sich ergeben, ganz einig auch leben, so kann ja auf Erden aus Zweien Eins werden.“ (s. „Deutsche Jesuiten-Poesie Oder Eine Sammlung Catholischer Gedichte, Welche Zur Verbesserung Allen Reimenschmiden wohlmeinend vorgeleget Megalissus. Franckfurth und Leipzig. 1731.“. S. 39.)

"Zwei Herzen im Leben gar schön sich ergeben" in diesen Liederbüchern

Abdruck Wunderhorn 4, 176. — Vergl, Freim. Pfeiffer, Sesenheimer Ldb., S. 143. — Wünschelrute, 1818, S. 8 (bloß 2 Strophen).–  Kretzschmer I, 1840, Nr. 256.

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