Wir wolln die volle volle volle Diktatur (Spottlied auf die 48er, 1920)

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Wir wolln die volle, volle, volle
Diktatur des Pralle-, Pralle-
vons gesamte deutsche
Proletariat

Wenn euch die Leute fragen
Lebt Karl Liebknecht noch?
….

Raus mit die Bilda
Raus mit die Bilda
aus die Jalleri´e!
Det jibt Holz for die Armen
Denn sonst im Winter
da erfrieren sie

Die Strophe „Raus mit die Bilda“ war in der Situation nach 1918 „als Verleumdung gegen die Arbeiterschaft gemeint, die in Wirklichkeit dort, wo sie die Macht ergriff, stets eine besondere Sorge um die Kunstschätze zeigte. Die Strophe ist aber älter und erscheint in variierter Form schon um 1900 (nach Burschenschaftliche Blätter 20, 1905/06 wurde diese Strophe in Göttingen regelmäßig gesungen, war aber auch in Jena und Freiburg bekannt). (Steinitz II)

eingesandt vor 1930 ans DVA von dem Berliner Volksliedsammler Johannes Koepp , 1920 / 1921 in Berlin gehört. “ Spottlied von Rechts gegen Links, absichtlich Berlinisch “ mit einigen umgeänderten Strophen , hier nach den Angaben von Steinitz wiedergegeben.

Steinitz (II 1962) betont dabei: „Das Lied konnte aber auch seinen früheren Charakter als „Spottlied gegen die Revolutionäre“ – nicht nur die 48er, sondern auch gegen die „Roten“ … beibehalten und als solches auch von ihren Gegnern verwandt werden.“ Interessanterweise wurde das „Heckerlied“  in linken Liederbüchern der Weimarer Republik als „Spottlied auf die 48er Revolutionäre“ aufgenommen

in: : „Kampflieder“ , Berlin 1923 , „Rotfront“, 1925, “ Jugendliederbuch (1928)“

Liederthema:
Liederzeit: vor 1920 : Zeitraum:
Schlagwort:
Orte: , ,
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Obwohl man über die Lieder der Revolution von 1848 aus Flugblättern, Liederbüchern, Berichten von Zeitzeugen recht gut Bescheid weiß, lässt sich ein so eingängiges und weit verbreitetes Lied wie „Wenn die Leute fragen lebt der Hecker noch?“ für die Zeit von 1848 und 1849 nicht belegen. Schon dies sprcht ... weiter lesen