Ich saß und was einmal allein

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Ich saß und was einmal allein
In einem Stübelein
Do sah ich zu der Tür hinein
Die Allerliebste mein

Von Herzen was ich nie so froh
Wüßt selber nit, wie mir was
Ich ging zu meinem feinen Buhlen
Ich nahm sie in mein Arm

Grüß dich Gott, mein feines Lieb
Wie steht unser beider Sach?
Ich sich’s an deinem Mündelein
Dein Herz leidt Ungemach

Dein Mündlein ist verblichen
Ist nimmer als rot als vor
Do ich dich zum ersten mal lieb gewann
Ist länger denn ein Jahr

Und wer mir  trauern helfen will
Der heb ein Finger auf
Ich sehe viel Finger und wenig Treu
Drum so hör ich Singens auf

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 447c)

Text aus: Heidelberger, Handschrift 343, Bl. 109, Nr. 143. (Bei Görres 89 geändert,, Uhland 47C. — Eine geistliche Parodie bei Knaust, Gassenhawer 1571, Nr. 67 (Wackernagel 4. 1172) mit der Tonangabe: „Ich saß in meinem Schlafkämmerlein, ich meint ich war allein.“ Umdichtung: »Ich saß in Sorgen gar hinein und meint verlassen sein, da kam der Seligmacher mein mit seinem Gnadenschein.“ —

Geschichte dieses Liedes:


Liederthema:
Liederzeit: (1560)

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