Lustig lustig ihr lieben Brüder

Lustig lustig ihr lieben Brüder

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Ja lustig, lustig ihr lieben Brüder
so leget all eure Sorgen nieder
und trinkt ein Glas Champagnerwein

Trinkt die Gesundheit, deutsche Brüder
Die ihr reiset auf und nieder
Dies soll unsre Freude sein

Zwar unser Handwerk ist verdorben
Die besten Saufbrüder sind gestorben
Es lebet keiner mehr als ich und du

Und will man nach dem Rechten streben
So tut der Meister ihm sein Abschied geben
Und machet ihm das Leben sauer

Zwar in Polen ist nichts zu holen
Aus Thorn kommt man nicht ungeschoren
Bei Danzig geht die See schon an

Da wolln wir uns aufs Schifflein setzen
Und unser junges, junges Herz ergötzen
Wir wollen fahren auf der See

Schifflein, Schifflein, tu dich lenken
Tu dich gleich nach Riga schwenken
Wohl nach der russ’schen Seekaufhandelsstadt

Da wollen wir es noch einmal wagen
Wir wollen fahren nach Kopenhagen
Wohl nach der dän’schen Residenz

In Lübeck Hab ich es angefangen
Nach Hamburg steht ja stets mein Verlangen
Das Bremen möcht ich gerne sehn

Frankfurt am Main Hab ich auch gesehn
Die Herbergsschwester (schwarze Katze) die muß’s gestehen
Der letzte Heller der mußt‘ versoffen sein .

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Vergl. Schade S. 140 – Ditfurth II. S. 233
in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1610 „Handwerksburschen-Erfahrung“, aus Wilsnack, 1844 und Nr. 1611 „Der patriotische Handwerksbursch“, aus Barmen, 1844)

Liederthema: ,
Liederzeit: (1850)
Schlagwort: |
Region: ,

Musiker:

Zweite Melodie zu "Lustig lustig ihr lieben Brüder"

Zweite Melodie zu
Melodie aus Barmen (Wuppertal), 1844. Mehr wie eine zweite Stimme als eine eigene Melodie

Anmerkungen zu "Lustig lustig ihr lieben Brüder"

Weitere Strophen und Strophen-Variationen: (Barmen, 1844)

  • 1.3: trinkt dafür ein gut Glas Bier
  • Denn unser Handwerk ist verdorben, die besten Saufbrüder sind gestorben. Keiner lebt auf Erden mehr.
  • Schifflein, Schifflein tu dich schwenken. Und tu dich gleich nach Rußland lenken. Sag den Deutschen gute Nacht.
  • Als wir vor die Russen kamen da tat uns gleich die Schildwach fragen: Ob der Kaiser bei uns wär?
  • Denn sie wollten uns probieren, ob wir Deutsche könnt’n exerzieren  Und den Feind recht greifen an.
  • Darauf lud ich drei Pistolen: Der Teufel soll die Franzosen holen, eins, zwei, drei auf einen Schuß!

Weitere Strophen und Strophen-Variationen: (Internet)

  • Auf die Gesundheit aller Brüder, die da reisen auf und nieder, dies soll unsre Freude sein
  • Denn unser Handwerk das ist verdorben die letzten Saufbrüder sind gestorben es lebet keiner mehr als ich und du
  • Und sollte wirklich noch einer leben so soll der Meister ihm den Abschied geben denn er macht ihm das Leben sauer
    (Und will man nur nach dem Rechten streben so tut der Meister uns den Abschied geben und machet uns das Leben sauer)
  • Und auch in Polen ist nichts zu holen Als ein paar Stiefel ohne Sohlen nicht einmal ein Heller Geld (Bei Danzig geht die See schon an)
  • Da wollen wir aufs Schifflein setzen Und unser junges Herz ergötzen Wir wollen fahren auf die See
  • Drum Schifflein, Schifflein, tu dich lenken Tu dich gleich nach Riga schwenken Nach der russischen Seekaufhandelsstadt
    (Schifflein, Schifflein, du mußt dich wenden du mußt den Bug nach Riga wenden in die russische Kaufhandelsstadt)
  • Dann wollen wir es noch einmal wagen Wir wollen fahren nach Kopenhagen Nach der dänischen Residenz
  • Weg mit dem Meister, weg mit den Pfaffen Kaiser, König soll sich raffen weg, wer da kommandieren will
  • Als wir durch deutsche Lande zogen haben wir so manchen Wirt betrogen Doch seine Tochter war uns gut genug
  • Darauf wollen wir lustig saufen Schöne Mädchen wollen wir kaufen Das soll unser Handwerk sein
  • Ich hatte manchen blanken Gulden heute hab ich ’ne Menge Schulden Doch einen Humpen für der Seele Ruh
  • In Lübeck hab ich es angefangen nach Hamburg stand dann mein Verlangen Das schöne Bremen hab ich längst gesehen (Bremen möchte ich gern mal wieder sehen)
  • Wie auch Celle, Hannover, Minden von da aus wolln wir nach dem Rhein verschwinden. wohl nach dem alten heiligen Köln
  • Frankfurt am Main hab ich gesehen der Herbergstochter mußte ich gestehen (die schwarze Katze sie tat wehen) Der letzte Heller muß versoffen sein
    (Dann geht es Heim, wohl an den Main Frankfurt liegt ja voller Appelwein Der letzte Heller muß versoffen sein)
  • In Mannheim wolln wir unser Glück probieren nach Karlsruh wird uns der Weg dann führen so kommen wir in Elsaß rein (in Straßburg gibt es guten Wein)
  • Nach Thüringen möcht ich hinein in Jena, Erfurt, Weimar sein und auf der Wartburg kehren ein
  • Wie auch in Leipzig, Dresden, Sachsen wo all die schönen Mädchen wachsen Wohl in dem schönen Rosenthal
  • Und wer dies alles hat gesehen der kann getrost nach Hause gehen und nehmen sich ein junges Weib
  • Schlagt ein die Fässer und laßt es laufen heute heißt es wacker saufen denn solch ein Himmelreich ist nah