Godn Abend gode Nacht

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Godn Abend gode Nacht
mit Rosen bedacht
mit Negelken besteeken
krup ünner de Deeken
Morgen frö wills God
wöl wi uns wedder spreeken

Text: Verfasser unbekannt, nach Gedichten aus Liebesbriefen,  seit dem 15. Jahrhundert häufig verwendet.  Dieses Liebesgedicht war Vorlage für 1868 von Brahms als Wiegenlied komponierte“Guten Abend gute Nacht„. Eine Melodie ist leider nicht überliefert. Das Gedicht hat Ähnlichkeit zu dem schlesischen „Ich hab mir mein Kindel fein schlafen gelegt.“
in:  Holsteinisches Idiotikon (1800)

Liederthema:
Liederzeit: vor 1800 : Zeitraum:
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Brahms veröffentlichte 1868 seine Bearbeitung in „Fünf Lieder“ (op. 49). Er widmete das „Wiegenlied“ einer ehemaligen Choristin seines Hamburger Frauenchors Berta Porubszy. Erste Strophe aus „Des Knaben Wunderhorn„, wo das Gedicht fälschlicherweiser als Kinderlied und nicht als Liebesbotschaft eingeordnet war. Brentanos Übertragung aus dem Niederdeutschen ins Hochdeutsche erstmals gedruckt in „Des Knaben Wunderhorn“  Band 3, KL 68c, 1808, dort unter Kinderlieder eingeordnet. Mit Rosen (und Klee) wurden die Kinder auch in Schlesien in den Schlaf gewiegt: „Ich hab mir mein Kindel fein schlafen gelegt„.