Es wollt ein Jäger jagen (Wilde Schwein)

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Es wollt ein Jäger jagen
wollt jagen wilde Schwein
was begegnet ihm auf der Heiden
ein Mädchen im weißen Kleide
ein feins brauns Mägdelein

Er grüßt sie also freie
und ob sie sein Bule wollt sein
Sie sprach: “Von Herzen gerne
ihr seid mein Morgensterne
kommt heint zu mir herein”

Der Knab der was so tumme nit
Er nahm der Reden wahr
er klopfte also leise
mit seiner stillen Weise
stand auf und laß mich ein

“Wer ist es der da klopfet
und mich nit ruhen laßt
Es ist der Jäger im Mantel
wie bald in das Mägdlein kannte
der Jäger ward eingelan

Da lagen die zwei die lange Nacht
die Weil was ihnen nit lang
Da spielten die zwei des Guten
bis das erwachet die Mutter
Ach Tochter du weckest mich

Ach Mutter liebe Mutter
nun laß dein Zürnen sein
Die Deck war mir entgangen
ich mußt sie wiederumb langen
schweigt Mutter und habt gut Ruh*”

Die Deck, die dir entfallen ist
da schlag der Jahrritt** drein
So hast du eingelassen
den Jäger auf freier Straßen
den Allergottsliebsten dein

“Hab ich denn eingelassen
den Allergottsliebsten mein
des muß ich oft entgelten
mit Fluchen und mit Schelten
ich armes brauns Mägdelein”

Der uns das Liedlein neu gesang
von neuem gesungen hat
Das hat getan ein Jäger
er reit’t nit gern im Regen
der Narren findt man noch viel

Text und Musik: Verfasser unbekannt
“Ein Jägerlied noch üppigern Inhalts (in der Heidelberger Handschrift. 343 Blatt 100) handelt vom Jäger beim Mädchen, der entfallenen Bettdecke und dem Schelten der Mutter (Abdruck in Birlinger’s Wunderhorn I. 188)”.
daher der Anfang zitiert in Deutscher Liederhort III (1893, Anmerkungen zu Nr. 1440)

Geschichte dieses Liedes: ,
Liederthema:
Liederzeit: (1516)



Anmerkungen zu "Es wollt ein Jäger jagen (Wilde Schwein)"

  • * um den Reim wieder herzustellen: schlaft wieder ein?
  • ** Jahrritt = Das jährige Fieber