Es war ein alter König (Nibelungenhort)

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Es war ein alter König (Nibelungenhort)

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Es war ein alter König
Ein König an dem Rhein
Der liebte nichts so wenig
Als Hader, Gram und Pein
Es grollten seine Degen
Um einen Schatz im Land
Und wären schier erlegen
Vor ihrer eignen Hand

Da sprach er zu den Edlen:
„Was frommt euch alles Gold
Wenn ihr mit euren Schädeln
Den Hort bezahlen sollt?
Ein Ende sei der Plage
Versenkt es in den Rhein
Bis zu dem jüngsten Tage
Soll’s da verborgen sein!“

Da senkten es die Stolzen
Hinunter in die Flut
Es ist wohl gar geschmolzen
Seitdem es da geruht
Vermählt mit den Wellen
Des Stromes, der drüber rollt
Läßt es die Trauben schwellen
Und glänzen gleich dem Gold.

Dass doch ein Jeder dächte
Wie dieser König gut
Auf dass kein Leid ihn brächt
Um seinen hohen Mut
So senkten wir hier unter
Den Kummer in den Rhein
Und tränken froh und munter
Von seinem Feuerwein

Text: Verfasser unbekannt, womöglich Karl Simrock
Musik: Verfasser unbekannt
Text und Melodie erstmals 1849 in Finks Hausschatz ohne Angabe von Verfasser und Komponist und ist jetzt in alle Kommersbücher aufgenommen. (Volkstümliche Lieder der Deutschen, 1895)

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