Es ist ja wohl kein bessres Leben (Schäferleben)

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Es ist ja wohl kein bessres Leben
Auf der ganzen weiten Welt
Als das edle Schäferleben
Das uns gar so wohl gefällt
Hab’n wir unsre Ruhe,
Brauchen keine Schuhe,
Haben wir wohl Alls genug
Dürfn kein Geld ausgeben

Wenn der Winter mit Kälte droht
Ziehn wir Zippelpelze (Zottelpelze) an
Kriechen aus den Hütten
Fahren auf den Schlitten
Ist wohl einer ungeschickt
Der wird tüchtig in Schnee gedrückt

Könn‘ wir doch in Schatten sitzen
Bei der schönen Frühlingszeit
Könn‘ von Weiden Pfeifen schlitzen
Hören wir die Lerchen schrein
wenn der arme Bauer
Sich ernährt so sauer
Können wir im Schatten sitz’n
Bei der schönen Frühlingszeit

Wenn der Bauer ackern muß
Leg’n wir die Hände auf den Schuß
Kümmel. Kas und Butter
Ist all Tag mein Futter
Rauch mein Pfeifchen Tabak aus
Das ist allzeit mein Gebrauch

Sind die Schafe wohl genesen
Daß sie großen Atter (Euter) tragen
Melken wir wohl Milch zu Käsen
Und tun sie zu Markte tragen
Tun wir sie verkaufen
Tun das Geld versaufen
Rauch mein Pfeifchen Tabak aus
Das ist allzeit mein Gebrauch.

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Das Schäferlied von 1740 mit mehrfacher Abweichung hat sich so in Nordböhmen erhalten; nach A. Paudler. Volkslieder aus Nordböhmen 1877, S. 10 (daher Hruschka.Toischer 1891. S. 38)
in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1488)

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1740)